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unser Haus
Unser Häuschen im wildromantischen Bayerwald





Aus alt mach neu

hier geht’s nicht streng nach Arbeitsablauf, die Beschreibung ist eher nach zusammenhängenden Blöcken gegliedert. Das erleichtert sicher den Überblick zu behalten, Zudem kann ein derartiges Umbauprojekt nie in schöner Reihenfolge realisiert werden. Unerwartet treten immer wieder neue nicht beachtete Problemchen auf. Oft habe ich des öfteren 3 - 4 unterschiedlichste Dinge parallel in Angriff nehmen müssen.



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Haus & Garten

nachdem unser so genannter ruhigere Lebensabschnitt eingetreten ist... , leben wir nun etwas abseits der gestressten Zeitgenossen. Wir haben uns ein kleines Haus mit sehr viel Charme in schöner Landschaft abseits der Ballungszentren gekauft. Das bedeutet aber nicht unbedingt Müßiggang. Unser frisch erworbenes Haus - etwas in die Jahre gekommen – will dem allgemeinen Standard angepasst werden; ebenso möchten wir bald einen zwar wilden aber dennoch schönen und praktischen Garten haben.



Bestandsaufnahme

Vorab etwas Geologie: Hier im Gebiet herrscht ein stabiles Gestein vor, vorwiegend magmatische Herkunft: dazu mehr

Im Lauf der Jahrmillionen haben sich Gneise gebildet. Dieses metamorphe Gestein wurde von Gesteinsschmelzen durchzogen. Es bildete sich Granit, Feldspat, Quarz mit all seinen schönen Ausformungen und Einschlüssen bis hin zu Edelsteinen, Gänge von Eisen, Kupfer und vormals auch Goldvorkommen und andere Erze. Das Material ist unglaublich hart, so gut wie nicht verwitterungsfähig und nur mit extrem schweren Gerät zu bearbeiten.

Das Fundament des Hauses (1935) ist landschaftstypisch mit diesem fast unbearbeitetem Naturstein gebaut, die Verbindung ist nicht wie heute auf Zementbasis vermörtelt sondern eher lose mit sandigem Mörtel gemacht worden. (sehr feuchtigkeitsdurchlässig] Diverse An- und Umbauten erfolgten vor etwa 12 Jahren. Die älteren Außenwände satmmen ebenfalls aus dieser Zeit. Neuere Außenwände sind in Ziegelbauweise. Die Fassade ist relativ neu verputzt und vollkommen in Ordnung, abgesehen von unumgänglichen Ausblühungen im Sockelbereich. Die Innenwände im EG  sind ebenfalls aus Ziegeln erstellt teils unverputzt mit isolierter Holzverschalung (unbehandelte Nut & Feder- Kieferlattung) versehen, teilweise mit Rauhputz gestaltet. Im OG sind die Innenwände aus Gasbeton-Bauelementen aufgebaut, fast alle Wandflächen und Decken mit Panelen verschalt, die schrägen Decken sind mit Holzfaser-Bauplatten verkleidet und mit schöner heller Strukturtapete beklebt.

Die Fußböden hat der Vorbesitzer größtenteils mit Laminat mit Parkettmuster renoviert, einige Räume im OG waren mit Teppichböden ausgelegt. Das Bad im OG war mit Kunststoffbahnen auslegt. Die Spritzwasser nahen Wände im Bad sind raumhoch gefliest.

Die Fenster sind teilweise alt aber alle in brauchbarem Zustand, isolierverglast, allerdings müssen die Wangen und Stürze innen optisch den Wandstrukturen besser angepasst werden.

Von Ästhetik hielten die Erbauer wohl eher nicht viel, so waren die Zierleisten ( Abschlussleisten Decke/Wand) in jedem Raum anders, oft waren in einem Raum gar verschiedene verarbeitet worden. Ich habe alle Leisten komplett abgenommen und die brauchbaren zunächst mal zwischengelagert. Nach und nach konnten einige dann wieder verwendet werden.

Ein größte Problem ist akut die uralte morsche Treppe zum OG und der recht feuchte Naturkeller.

Der Dachstuhl, die Eindeckung sowie Balkone sind relativ neu und bestens in Schuss.

Der Vorgarten ist schön angelegt, wobei der Eingangsbereich sich als zu klein erwiesen hat, im hinteren Bereich ist nur wilde Wiese, auch gibt es keinen Weg oder ähnliches ums Haus rum.

Dennoch muss noch viel getan werden, alles sieht mehr oder weniger nach Schreiner-Arbeit aus , die Werkstattausrüstung ist somit entsprechend ausgerichtet. Die seitlich ans Haus angebaute Garage mit direktem Zugang ist voll unterkellert und trocken. Eine Tür zum Garten ist zudem vorhanden. Dort wird als erstes die Werkstatt eingerichtet.

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Ohne das richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein Haus zu renovieren.

Lieber ein Gerät weniger aber alles in optimaler Qualität.

Der sparsame kauft das beste -

der geizige kauft mehrmals

Die Werkstatt

Im UG steht mir ein trockener Raum zur Verfügung, der den Ansprüchen an eine solide Werkstatt genügt, diesen habe ich zunächst mal mit dem notwendigsten praktisch eingerichtet.

Die Maschinentische sind alle fahrbar, sodass größtmögliche Bewegungsfreiheit gegeben ist. Der Rollbock, auf dem die Ständerbohr-maschine und der Tellerschleifer anfgeschraubt ist, war einmal ein Teil einer Stollenwohnwand, also entsprechend stabil, als Arbeitsplatte wurde eine seitlich etwa 25cm-überstehende Küchenarbeitsplatte montiert. Auch hier habe ich eine höhere Arbeitshöhe gewählt, damit das Kreuz nicht unnötig gebeugt werden muß. Die große massive Arbeitsplatte ruht stabil auf massiven Metallkonsolen und ist ebenfalls sehr hoch gestellt. So finden die beiden Rollcontainer darunter nebenbei auch Platz.

Es existiert eine Deckenbeleuchtung und eine Wandleuchte über dem Arbeitstisch. Zusätzlich geben noch Hängefluter über dem Arbeitsplatz und den Schleif-Pölierböcken gutes Licht. Auf dem Rollbock mit der Bohrmaschine ist eine Arbeitslampe mit Schwenkarm angeschraubt.

Steckdosen-Leisten sind ausreichend vorhanden. Mittig über der Decke habe ich eine Steckdosenbox an einer Gleitschiene aufgehängt, die den Strom für die beweglichen Maschinen liefert.

Die Treppe führt zur Garage und damit direkt ins Haus, die Tür geht in den Garten .

EG-Grundriss


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Werkzeug und Maschinen

Es erwies sich als notwendig, die Geräte und Werkzeuge grundlegend zu durchforsten. Einiges hatte ich bereits in guter Profiqualität, manches war aber zusätzlich nützlich oder gar zwingend notwendig. Es war auch etliches dabei, was schnell in die Müllkiste gehörte.

Sägen:

zur vorhanden guten Hand&Tisch-Kreissäge - Uralt-AEG- (das noch damals was) und einer Baumarkt-Stichsäge kam als erstes eine robuste Kapp- & Gehrungssäge in den Warenkorb (Metabo). Mit diesem Werkzeug war dann endlich ein sauberer Schnitt auch in Winkeln möglich. Sehr bald babe ich mir ein Set Japanischer Feinsägen geleistet. Zuletzt kam noch eine gebrauchte Bandsäge (ElektaBeckum) hinzu. (mehr dazu hier)

Bohrgeräte:

die alte Schlag-Bohrmaschine gab schnell den Geist auf, siehe sie wurde ersetzt durch eine schwere Schlagbohrmaschine und ergänzt mit einem Akku-BohrSchauber mit richtig Power und einer großen Ständerbohrmaschine mit Zubehör. Proxxon steuerte eine kleinere Ständer-Feinbohrmaschine und eine 12V-Feinmechaniker-Maschine sowie eine bereits vorhandene kleine Drehbank bei. Ein Gewindescheidsatz und verschiedene Fräser sind je nach Bedarf auch nötig.

Schleifgeräte:

Ein Schwingschleifer war da, einen kleinen Schleif- & Polier-Bock hatte ich auch, allerdings war letzterer nicht stark genug, ich habe ihn gegen eine Industrie-Schleifmaschine ersetzt. Eine zweite gleiche Maschine wurde als Poliermaschine umgebaut – mit Spindel und Bohrfutter Auch für Feinarbeiten ist eine etwas größere Maschine unbedingt ratsamer, sie ist um einiges laufruhiger und nimmt es auch nicht gleich Übel, wenn mal ein etwas gröberes Werkstück daherkommt. Wer sich einmal bei Betriebsbesichtigungen in grösserern Werkstätten umgesehen hat, wird feststellen, daß dort recht große Geräte im Verhältnis zum Arbeitsprodukt eingesetzt werden. Eine Tellerscheifmaschine mit 30cm Scheibe war eine weitere Anschaffung, diese habe ich nicht bereut. Das Gerät wird sehr oft eingesetzt, mehr als ich es je vermutete.

mehr dazu hier

Putz & Malerwerkzeug:

hier war alles ausreichend und in guter Qualität vorhanden.

Handwerkzeug:

Handsägen, verschiedene Hämmer, Schraubendreher, Schlüsselsets etc., Beil, Spitzhacke, Schubkarren, Gartengeräte und Maurergerätschaft waren teils aus meinem alten Bestand oder war beim Kauf des Anwesens in der Werkstatt vorhanden, insgesamt ausreichend und in gutem Zustand. Manchmal benötige ich aber auch feineres Werkzeug.

Was noch fehlt

wohl mal eine vernünftige Schneefräse :-)

möglicherweise brauche ich noch mal eine Flex - oder auch nicht, bin ja mit dem groben fast fertig – ging auch ohne.



Somit braucht man doch eine Menge Gerätschaft, wenn man aus einer Etagenwohnung aufs Land zieht.

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Planung

Eine gute Gestaltungsanalyse und Zielplanung macht die eigentliche Arbeit um einiges leichter.

von allen Räumen wurden Grundrisszeichnungen mit dem PC erstellt, der Istzustand analysiert und der Sollzustand eingefügt.

Die voraussichtlichen Arbeitsschritte sind gleich mit notiert worden, ebenso das erforderliche Material, sowie alle Hilfsmittel. in der Hoffnung dass nicht dauernd irgendwelche Kleinteile plötzlich fehlen. Dann ging's an die Beschaffung der notwendigen Baustoffe.


Unterkellert ist lediglich das Treppenhaus und die beiden Flure/Diele sowie als separates Gewerk die Garage.

Eine Wasserschutz-Dränage hangseitig (Nordseite) ist vorhanden.

EG-Grundriss


Ein gutes Einvernehmen mit den Mitarbeitern der Baumärkte und der Holzhandlung ist sicher empfehlenswert. So konnte ich Auswahlen mitnehmen und auch mal angebrochene Kartons bekommen. Im großen und ganzen fiel auf, dass die Lebensart hier etwas anders ist als in der früheren Umgebung.

Dafür gab es manches nicht unbedingt sofort und musste bestellt werden, aber gravierende Probleme sind nie eingetreten.

OG-Grundriss




Das Haus steht auf einem Hanggrundstück Nord-Süd Gefälle ca 30 Grad.

Die Dachneigung ist in Nord-Süd-Richtung

Giebel ost


Die inzwischen recht umfangreichen Gartengestaltung findet Ihr jetzt hier

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Es konnte also losgehen.



Fußboden

Noch bevor die Möbelpacker alles voll stellen sollten, habe ich in einer Blitz-Aktion im OG 2 Räume mit Laminat ausgelegt. Wir wählten dazu ein Muster ähnlich Wurzelholz, das kaschiert die nicht korrekten Winkel der Wände einigermaßen. Die alten Teppichböden blieben erhalten, damit wird die Wärmedämmung und die Akustik verbessert. Sockelleisten etc kamen später dran, es sollen alle Räume einheitlch werden. Im Bad OG ist später ebenfalls ein Laminatboden mit hellem Fliesen-Dekor verlegt worden, anschließend habe ich die Fugen Boden-Wand/Wanne mit Silikon ausgefüllt, die Hohlräume an den Wandpanelen großzügig ausgeschäumt. Erst dann die Sockelleisten angebracht, deren Verbindung nochmals an den Nass-Stellen mit Silikon verfugt wurden.

Später haben wir mit der selben Laminat-Art den Küchenboden und die Wände über der Arbeitsplatte ausgestaltet. Auch die Seitenwände im WC OG sind so verkleidet.

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Treppenhaus

nachdem der Winter bereits 2 Tage nach unserem Umzug eintrat und 6 Monate nichts als Schneemassen brachte, war die Renovierung nur im Schleichtempo durchzuführen.  Dafür haben die Handwerker umso mehr Zeit. Ich fand einen Schreiner, der uns sehr preiswert in kurzer Zeit eine komplett neue Treppe erstellte. Wir entschieden uns, auch die alte Trennwand komplett einzureißen und eine offene Treppe zu bauen.

Wir haben besonders darauf geachtet, dass die tragende Holzkonstruktion nirgends mir dem Mauerwerk direkt in Verbindung steht, entsprechende Dämmung wurde eingebaut. die Zwischenräume der Wangen zur Wand wurde später üppig ausgeschäumt und alle Fugen silikonisiert. so wird hoffentlich gesichert sein, dass keinerlei Feuchtigkeit vom Keller her das Holz angreift. - Der Keller selber wird im weiteren Arbeitsschritt saniert.

Der Abschluss Decke-Wand und der Übergang der mit Holz verkleideten Decke zur Stirnwand OG war ein besonderes Problem, nichts war winklig. Es wurde aus mehreren  Massivholzbrettern ein L-Rahmen verleimt, dessen Schenkel alle Unebenheiten und Bausünden verblendet. Danach gings ans Ästitische: Kantenrundungen, Schleifen, Polieren, Lackieren. Zur Montage haben wir dieses Gebilde an der entsprechen Stelle in zwei Teile zersägt und die Winkel angepasst. Eine komplizierte Unterfütterung der vielen Wände und Deckenteile war ebenfalls nötig. Aber am Ende sieht das ganze nun tatsächlich wie aus einem Guss.

Die Fensternische erhielt neue angepasste Panele aus Laminat, das in Struktur und Farbe zur Treppe passt. Neue korrekte Abschlussleisten und Fussbodenleisten gaben den letzten Pfiff. Ein kleiner offener Garderobenhalter und und einfache bunte Schmutzläufer, ein goldfarbenes Niedervolt-Lichtschienen-System ergeben eine einladende Atmosphäre. 

Ein Nebeneffekt: das gesamte Treppenhaus wurde unmittelbar wärmer und trockener. Da es keine Heizkörper hat, ein wichtiger Aspekt.

Fenster

Es gibt sowohl neuerer Kunststofffenster als auch alte Holz-Doppelscheiben-Dreh-Kipp-Fenster. Letztere mußten unbedingt komplett saniert werden.

Ich babe die Bänder und Scharniere grob entrostet, und mit Caramba getränkt. Nun konnten die Arretierungen am oberen Band gelöst werden und damit war das Aushängen auch möglich. Die Metallteile habe ich alle abgeschraubt und mit der Messingbürste grob gereinigt, um sie abermals eine Nacht zu baden, diesmal in verdünnter Schwefellösung. Alte Fabreste und Rost mußte runter. Anschliessend kam die grobe Sisalbürste auf der Poliermaschinezum Einsatz. Danach glänzte alles wie neu.

Einige Schrauben vor allem an den Scharnieren machten Schwierigkeiten, sie konnten nur durch ausbohren entfernt werden. Dazu habe ich mit feinen Bohrer ringförmig aufgebohrt, die Schraube herausgezogen und eine zentrische Bohrung eingesetzt, in die ein Holzdübel eingeklebt wurde. Um einwandfreie Bohrungen setzen zu können gibt es eine Bohrlehre (Bohrführung) in wohl jedem Baumarkt.

Nachdem die Gummidichtungen aus der Falz geholt waren wurde das Holz fast bis auf den Grund geschliffen, Eine 2-malige Behandlung mit Tiefengrund und anschließender 3x- Farbanstrich rund um alle Rahmen sollten für die nächsten Jahre ausreichen sein, trotz der enormen Wetterkapriolen hier.

Nachdem alles durchgetrocknet war, kamen Dichtungen und die Beschläge wieder an ihren Platz, natürlich mit neuen nichtrostenden Schrauben. Ein letzter Tropfen Öl an die beweglichen Teile und die Fenster konnte wieder eingehängt werden. Nachjustieren war bei eingigen Fenstern notwendig und ist dank der jetzt gängigen Bandverstellmöglichkeit auch endlich gegeben.

Keller

Teilunterkellerung, Natursteinwandaufbau mit Sandmörtel, wobei der Begriff Sand wohl eher zutrifft. Der Boden besteht aus max 15 mm Einfach-Estrich, die Fugen Wand-Boden waren marode. Da das Haus am Hang liegt und Druckwässerung hat, ist es ohnehin schwierig. Die Hausfront ist zwar irgendwann mal mit einer Dränagen versehen worden, bei der Schneeschmelze im ersten Winter drang massiv Wasser von den Seiten und von unten ein. Das Hygrometer zeigte im Frühjahr bei Tauwetter 98%. So war der Keller nicht zu gebrauchen und die Feuchtigkeut zieht durch alle Mauern auch nach oben.

Sanierungsmaßnahmen









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Innenflure EG

die beiden kleineren Innenflure sollten optisch eine Einheit werden und grosszügiger aussehen. die vielen Türen, unterschiedlichen Wände, Zargen, ein grosser Elektro-Heizkörper, ein riesiger Elekto-Kasten und Wasser-Abflussleitungen quer an der Decke, Telefon-Anschluss am der falschen Stelle, ... all dies machte es nicht gerade leicht.

Ich habe alle defekten Wandteile entfernt, alle Zierleisten wie Decken-Abschluss, Eckleisten, Türzargen-Verblendungen abgenommen. Die unschöne Rohrverkleidung herausgenommen.  Nun  konnten Kabel neu verlegt werden. eine solide rechtwinklige möglichst großflächige Unterkonstruktion zur Verkleidung sämtlicher Nischen, Schächte, Kabel, Rohrleitungen wurde montiert und die Wände neu verkleidet.

Die Kellertüre samt Zarge - ein Relikt des den 30ger Jahren vorigen Jahrhunderts wurde gleich mit erneuert.

Eine bisher schlecht zu benutzende Nische im 1. Innenflur konnte dank Entfernung doppelter Schalungen sowie altem Putz auf Schranktiefe gebracht werden. Eine bündig eingepasste einfache Glasvitrine "schwedischer Herkunft" dient nun als Vorratsschrank.

Aus geschliffenen Montage-Leisten habe ich exakte Verblendungen für Metall-Türzargen gefertigt, die unsichtbar auf die Holzverschalung an montiert wurden. Einheitliche Abschlussleisten aus 4-Kant-Profilen ! - dies passt besser in den Raum mit derart vielen Ecken und Winkeln - an Decke und Wand-Winkel, frische auf Gehrung geschnittene Kantleisten um die offene Verbindung der beiden Flure sowie neue Fußbodenleisten gaben dann den beiden Räumen ein harmonischen, optisch einwandfreies Gesamtbild.

Die Möblierung beschränkt sich auf eine zierlichen alten Sekretär und ein kleines Messinggestell. neben dem dominierenden Metallkasten mit Elektrik wurde eine Magnetplatte gehängt. Moderne Niedervoltstrahler und im 2. Flur eine großzügige Deckenlampe bringen viel Licht und Stimmung in die fensterlose Flure. Die Lampen werde in Kürze über Bewegungsautomaten geschaltet werden. Eine Energiespar-Lösung ist eher deplaziert, die Lampen brennen ja immer nur für kurze Zeit. Und werden zu oft geschaltet.

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Möblierung

OG

Für diese Räume hatten wir keine Möbel, außer einer alten Glasvitrine für diverse Sammlerstücke. Wir besorgeten aus einer Messe-Auktion 2 Schlafsofas für je 2 Personen. Nun können auch mal unsere Kinder mit Enkel kommen.

Die Regale im Büro unter der Dachschräge sind aus alten Stollen-Regale des ursprünglichen Wohnzimmers umgebaut worden. Im Bücherzimmer sind alle Wände mit einem Regalsystem zugebaut. Unter dem Fenster habe ich eine Küchenarbeitsplatte in voller Wandlänge montiert. Diese bietet ausreichend Arbeitsfläche ohne den kleinen Raum zu beengen.

Eine besondere Lösung mußte für den Büroraum gefunden werden. Die üblichen Schreibtische sind zu kompakt. Ich fand eine lose übergroße Arbeitsplatte in passendem Furnierholz, auch dick genug um schwere Geräte auszuhalten, Die Beine sind übliche Metallfertigfüße, höhenverstellbar. Der Monitor sollte nicht auf die Arbeitsplatte. In einem Möbelhaus fand ich dann ein Lösung: ein kleiner Tisch mit 2 Füssen, der hinten an die Arbeitsplatte untergebaut werden kann. So steht der Bildschirm etwas tiefer hinter der Arbeitsplatte, die nun in ihrer Gesamtgröße zum Arbeiten dient.

Auch habe ich den Arbeitstisch nicht an eine Wand getellt, sondern ca 40° gedreht vor das Fenster. Der Lichteinfall ist somit optimal und die Bildschirmfläche liegt im Lichtschatten. Die Bewegungsfreiheit von Stuhl und die allgemeine Gehfläche sind nicht beeinträchtigt. Das ganze Zimmer, wenn auch nicht besonders groß, wirkt großzügig.






Fotos OG & Galerie







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Zeitaufwand:

der war für die wenigen Quadratmeter enorm. Weil die Wände, Decken, Böden nirgends im rechten Winkel sind, musste jedes Brett, jede Leiste extra angepasst werden, dazu musste ich manchmal 2 -3mal in die Werkstatt runter um nachzuarbeiten. Auch habe ich nichts genagelt, sondern alles verschraubt. Die Montagelöcher mussten sauber vor gebohrt und versenkt werden. Da manches auch erst verleimt werden musste, waren Trockenzeiten einzuplanen. Für bezahlte Handwerker wäre der Aufwand unvorstellbar.

Dennoch, ohne Fachbetriebe und fachlich geschulte Leute geht es auch nicht ganz. Ich persönlich gehe nicht an die elektrische Anlage und lasse dazu einen Fachmann kommen, Das gleiche gilt für sämtliche Sanitärarbeiten. Um dabei etwas zu sparen ist es ja durchaus möglich die Vorarbeiten in Absprache mit dem Monteur in Eigenregie durchzuführen.





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Autor: Karlhanns Spiegel ~ März.2008

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