.


zur Startseite


Zur Startseite

Modell einer niederbayrischen wasserbetriebenen Sägemühle

für unseren Garten

Werkzeug
Bauausführung
Links






Sägemühle

der Boebrachmühle nachempfunden




Foto folgt


Standort des Originals: Bayerischer Wald








Werkzeug und Maschinen

Ohne das richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein derartiges Projekt zu beginnen.
Lieber ein Gerät weniger aber alles in optimaler Qualität.
Der sparsame kauft das beste - der geizige kauft mehrmals.


Bestandsaufnahme:

Werkzeuge fürs Grobe, die für die Renovierungen am Haus notwendig sind, können gut auch im Modellbau eingesetzt werden. Für feinere Dinge sind aber immer auch geeignete Helfer nützlich.

Eine kleine, aber robuste Tischbandsäge (ElektraBeckum) ist inzwischen noch hinzu gekommen. Geeignete Sägeblätter beziehe ich bei einem nahegelegenen Schärfdienst. (s.Link)





Leisten selber machen:

Es sind etliche Meter notwendig, dazu in unterschiedlichen Stärken. Die 19 mm Holzbretter schneide ich auf der Kreissäge in handliche Stücke, dann werden mit der Gehrungssäge oder Kreissäge zunächst Leisten in Breite von 10 / 12mm geschnitten und diese auf der Bandsäge passend geteilt. Ein Nachschleifen ist in der Regel nicht nötig, ggf. wird die Gehrung mit dem Tellerschleifer auf Nenngröße sauber geschliffen.

mehr dazu hier

Metallbearbeitung:

Das dazu geeignete Spezielwerkzeug fehlg natürlich in keiner Modellbauwerkstatt. Als wichtigstes für diese Projekt dürfte die Mechanikerdrehbank sein. Ebenso geeignetes Handwerkzeug.

Sägen:

Mit der Tisch-Kreissäge und der Kapp- & Gehrungssäge können mittelgrobe Teile bearbeitet werden, für die kleineren Holz- und Plastik-Teile benutze ich eine der japanischen Feinsägen RYOBA oder KATABA, jeweils 160mm und die japanische Ministichsäge RANMA 120mm. Metall wird mit der Hand-Bügelsäge bearbeitet. Inzwischen ist mein Universalgerät für mittelfeine und feinste Schnitte die Bandsäge sehr zweckmäßig.

Bohren - Drehen:

Dazu dienen eine kleinere Ständer-Feinbohrmaschine und eine 12V-Feinmechaniker-Maschine mit passenden Fräsern und Scheifern, sowie eine kleine Drehbank, alles von Proxxon, Ein Gewindescheidsatz und verschiedene kleine Feilen runden das Sortiment ab.

Schleifen:

Hier benutze ich eine der Industrie-Schleifmaschinen, die als Poliermaschine umgebaut wurde– mit Spindel und Bohrfutter. Die 30cm-Tellerscheifmaschine ist bestens für Schleifarbeiten der Flächen und gerader Kanten. mehr dazu hier

Handwerkszeug:

Dazu gehört geeignetes Modellbau-Werkzeug und Feinmechaniker-Utensilien, wie Messer, Cutter, Metallwinkel, Reißschine, und diverse Hilfsmittel, vor allem gute Klemmen. Ein guter Zirkel und Winkelmesser könnte ebenfalls nützlich sein. Eine geeignete Ecke auf einer stabilen Arbeitsplatte, gutes Licht und Platz zum Werkeln, sowie Geduld muß auch vorhanden sein.

Wenn dann noch eine Staubsaugerfee in der Nähe ist umso besser.



Bauausführung

Boebrachmühle

Maßstab 1:43 (Spur 0)
Gebäude: Holzbauweise. --- Wasserräder, Sägewerk, Mechanik: Metall. --- funktionsfähig.

Baubeginn Januar 2010 – Einweihung: wenn fertiggestellt

Sägemühle - leider wohl nicht mehr lange

In der Umgebung unseres neuen Wohnorts gibt es ausgesprochen wenig interessante Objekte. In anderen Regionen Deutschlands ist erheblich mehr Aufwand für Architektur betrieben worden. Die ohnehin wenigen Ausnahmen und Überbleibsel vergangener Zeiten sind zudem meist in einen erbarmenswerten Zustand. Oft sind sie dem Verfall preisgegeben. Während andernorts mit Freude und Stolz die liebevoll restaurierten Bauwerke Besuchern offeriert werden, so mangelt es in aller Regel an bürokratischer Einsicht, ein geschichtsträchtiges Gebäude zu erhalten.

Umsomehr begeistert dann ein Fund mit echtem profanen Baustil und ausgeprägtem Sinn für's Detail. Einer ist die Böbrachmühle nordwestlich der Stadt Regen im Bayrischen Wald. Man erreicht sie von Böbrach aus in südlicher Richtung über die 'Teisnacher Straße' vorbei an 'Eck', einem Brauerei-Gasthof, schon 1462 urkundlich erwähnt, weiter durch einen romantischen Hohlweg. Man steht vor einem noch immer betriebsbereiten wasserkraftbetriebenen Sägewerk. das seit 1280 als 'Die obere Mühle bei Pebra' bekannt ist. Alles ist noch wie früher, es müßte jedoch dringend renoviert werden, bevor es ebenfalls dem Verfall überlassen wird. Der Besitzer ist dazu gerne bereit, es mangelte allerdings lange an bürokratiwschem Willen. Inzwischen (anno 2010) scheinen die Genehmigungen allerdings endlich erteilt worden zu sein, sodaß für die Zukunft das Werk komplett im ursprünglichen Zustand erhalten werden kann.

Planung

Das Gesamt-Arsenal ist gegliedert in separate Teilkomplexe.

Ein 2-stöckiges Haus mit teilweise ausgebautem Dach. Der südseitige Wohnbereich liegt auf Geländeebene, der angebaute Maschinen-Trakt liegt einige Stufen höher. Dach und obere Giebel sind mit Schindeln verkleidet. Die Giebelwand ist unverpuzter Naturstein, die übrigen Wände sind aktuell verputzt und weiß gestrichen, ob das der Ur-Zustand ist oder ob ursprüglich reines Fachwerk vorhanden war ? Ein ähnliches Gebäude aus etwa gleicher Zeit ist das Forsthaus Freyung,

ein Maschinenhaus mit großem Wasserrad am rückseitigen Nord-Giebel rechtwinklig angebaut, in Geländehöhe ist das Sägewerk von Süden zugänglich.

ein kleineres Haus (Holzbauweise) für ein zweites, kleineres Wasserrad und den Antrieb, ebenfalls nordseitig angebaut.

außerdem gehört der Bachzulauf, sowie Überlauf, ein kleiner See und der Arbeitshof zum Gebäudekomplex



Bauzeichnung, Maße, Kompromisse

Als erstes gilt es wie immer eine Bauskizze.

Anhand einiger Fotos in örtlichen Zeitschriften erstellte ich zunächst eine Skizze mit geschätzten Maßen.

Die Südfront und die Westseite sind nirgends fotografiert, ähnliche Hauskomplexe sind jedoch im regionalen Freilichtmuseum zu sehen, Dort kann auch ein Überblick über die Konstruktion von Wänden, Giebel, Dach, sowie Fensterbau studiert werden. Ich habe den Südgiebel dem Forsthaus Freyung angeglichen.

Genauere Pläne der Maschinen-Gebäude und der Wasserräder, der Transmission und des Sägewerks habe ich auf Grund von Fotos und Messergebnissen vor Ort erstellt.




Material

Es soll wieder ein Garten-Modell werden. Als Baumaterial ist haupsächlich Nadelholz vorgesehen. Unterbauten und Hilfskonstruktionen werden wohl in Metall ausgeführt. Das eigentliche Radwerk, das Sägewerk, soweit nachvollziehbar und die Mechanik wird komplett in Metall nachgebaut werden. Als Holzkleber verwende ich Ponal-wasserfest. Schraubverbindungen sind wie im großen Holzausbau auch mit Muttern und U-Scheiben ausgeführt. Metallverbindungen sind wie in der Feinmechanik üblich mit rostfreien Schraubverbindungen ausgeführt bzw. dort wo es angebracht ist, hartgelötet.

Fenster

Da diese in recht großer Anzahl gefertigt werden müssen, habe ich, wie bei der Windmühle bereits beschrieben, Fräse- und Sägeschablonen angefertigt. Der Aufbau folte wieder von innen (Sprossen) nach außen. Die im Original vorhandenen Natusrstein-Fenstersimse und -Rahmen sind diesmal auch bereits in die Elemente integriert. Nach der Tauch-Lackierung habe ich die äußeren Rahmen mit Silberbronze an Granitfarben angepaßt.




top



Links




Autor: Karlhanns Spiegel ~ last Update Januar 2010

– – top – –