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Dieser Fliegenpilz schmeckt nur den Schnecken !

Der Mensch ißt dafür andere.



Mein Pilzgarten

Unser Keller mit einer nahezu konstanten Temperatur von 8- 15° im Winter und 15-18° im Sommer bei 75-85% relativer Luftfeuchte reizte mich, es mit einer kleinen Pilzkultur zu versuchen. Da auch im Garten eine Stelle totaler Finsternis (Vollschatten) vorhanden ist, an der keinerlei Gemüse gedeiht, könnte wohl auch eine Freilandkultur erfolgversprechend sein. Unsere Genuß-Küche könnte von frischen Pilzen das ganze Jahr über sicher gut profitieren, zumal in unseren Supermärkten das Angebot sehr rar ist.

In Foren und bei Zuchtbetrieben habe ich zunächst ausgiebig recherchiert, um einen Einblick in die Materie zu erhalten. Mit Fertig-Kulturen habe ich im Herbst 2010 die ersten Versuche gemacht mit positivem Erfolg. Dies ermutigt mich es mit Selbstanbau zu versuchen. Ich habe Arten gewählt, die mit dem hiesigen kühleren Klima gut zurecht kommen und relativ einfach zu überwintern sind.

Meine derzeitige Auswahl (ob allerdings alle kultiviert werden, ist noch ungewiß.)

Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum : 24 °C
Primordia Bildung: 10 – 15 ° C
Fruchtung: 15 – 21 ° C

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Kultur+Ernte:
Ernteblock: nach 2 Wochen 2 Ernten mit insgesamt 670 g, 2 weitere Ernten, allerdings geringer.

Nächster Beginn: Brutansatz Anfang2011

Limonenseitling (Pleurotus cornucopiae var. citrinopiletaus)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 18 - 24 °C
Primordia Bildung: 15 – 18 ° C
Fruchtung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Kultur+Ernte:
Dez.2010, einige Hölzer und ein Sack mit Holzspan+Strohpellets angesetzt. Sack trug im Febr. die 1.Ernte

Ulmenseitling (Hypsizygus ulmarius)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum : 24 °C
Primordia Bildung: ãb 15 ° C
Fruchtung: 18 – 25 ° C

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Kultur+Ernte:
Beginn: Brutansatz Anfang2011

vorgesehen: eig. Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat.

Rosenseitling (Pleurotus salmoneo-stramineus)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum : 24 °C
Primordia Bildung: ab 15 ° C
Fruchtung: 18 – 25 ° C

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Brutansatz Anfang2011

Kultur+Ernte:
Beginn: Ende Feb.2011
vorgesehen: Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat.

Kräuterseiting (Pleurotus eryngii)

empfohlene Kulturbedingungen:
wie Austernseitling


Kellerkultur + Freilandkultur (keine Holzstämme)

Kultur+Ernte:
Ernteblock: nach 10 Tagen 2-wöchige Ernte mit insgesamt 1200 g. Nach 3 Wochen startete die 2. Welle, allerdings nicht besonders ergiebig.

Taubenblauer Austernseitling

empfohlene Kulturbedingungen:
wie Austernseitling, allerdings deutlich kühler


Kellerkultur + Freilandkultur

Kultur+Ernte:
Jan.2011:Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat.

Nameko (Pholiota nameko)

empfohlene Kulturbedingungen:
ähnlich wie Winter-Austern, braucht nur 10-15°C daher auch für kühlere Gegenden geeignet

Kellerkultur + Freilandkultur (liegende Holzstämme)

Kultur+Ernte:
Beginn: April 2011
Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat. Eine üppige Ernte im Beet und an den Subtratsäcken kam Ende Oktober. Bildauswahl

Maitake (Klapperschwamm)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum : 18-25 °C
Primordia Bildung: 18 – 25 ° C
Fruchtung: 10-20 ° C


Kellerkultur + Freilandkultur (Eiche)



Kultur+Ernte:
Beginn: Ende Feb.2011
vorgesehen: Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat.

Samtfußrübling (Flammulina velutipes – Winterpilz)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum : 20 °C
Primordia Bildung: 8 – 12 ° C
Fruchtung: 10– 20 ° C im Winter
diese Züchtung braucht nur 10-20°C und ist somit auch für kühlere Gegenden geeignet

Kellerkultur auf Substrat + Freiland (auch auf Astholz)

Kultur+Ernte:
Beginn: Ende Feb.2011
vorgesehen: Körnerbrut auf Buchenstämmen und auf Stroh-Buchenspan-Substrat.

Igelstachelbart / PomPom (Hericium erinaceus)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 18 - 24 °C
Primordia Bildung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %
Fruchtung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Brutansatz Anfang2011

Kultur+Ernte
Beginn: Ende Feb.2011

Lackporling (Reishi / Ling Zhi)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum:
Primordia Bildung:
Fruchtung:
nicht zum Kochen geeignet, kann getrocknet und gemahlen als gesundes Pilzpulver verwendet werden.

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Brutansatz Anfang2011

Kultur+Ernte
Beginn: Ende Feb.2011

Shii-take (Lentinula edodes)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 21 - 27 °C
Primordia Bildung: 10 – 16 ° C, Luftfeuchtigkeit 95%
Fruchtung: schwankende Tages- und Nachttemperaturen bei +14°C bis +22°, Luftfeuchtigkeit 80 %
Staunässe vermeiden, benötigt in Fruchtungsphase gute Lüftung.

Kellerkultur + Baumstamm-Kultur

Kultur+Ernte:
Brutansatz Anfang2011

Braunkappe (Stropharia rugoso annulata) (Rotbraune Riesenträuschling)

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 20 - 24 °C - Luftfeuchtigkeit 80 %
Primordia Bildung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit >75 %
Fruchtung: 15 – 18 ° C Frühjahr + Herbst

Freiland-Kultur, Erdkontakt

Brutansatz Anfang2011

Kulturbeginn: Ende März 2011

Stockschwämmchen Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis

empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 18 - 24 °C
Primordia Bildung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %
Fruchtung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %
Ernte: April - Dezember

Freiland-Kultur auf Stämme ca 30-50cm dick, 50cm lang, zur Hälfte liegend eingraben, im Sommer gießen

Brutansatz Anfang2011

Kulturbeginn: März 2011
Pilzmaterial aus umliegendem Wald und Mycel geklont.

Steinchampignon



empfohlene Kulturbedingungen:
Mycelwachstum: 18 - 24 °C
Primordia Bildung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %
Fruchtung: 15 – 18 ° C, Luftfeuchtigkeit 80 %

Kellerkultur

Kultur+Ernte:
erste Ernte nach 14 Tagen 2-wöchige Ernteperiode 600, 300, 300 = 1200gr, zweite geringe Ernte nach 2 Wochen Pause. Eine 3. kleine Ernte nach 4 Wochen.

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Keller-Kultur

Ich beschränke mich auf die Aufzucht in Säcken (Beuteln), und ggf Eimern (Blumentöpfe). Ich verwende 6 ltr. genagelte Foliensäcke, siehe Bezugsquelle. Als Brutmaterial nehme ich gekaufte oder selbst vermehrte Körnerbrut.

Bildauswahl

Substrat

ich bevorzuge Buchenholzbriketts und Strohpellets, als Zusatzstoffe je nach Pilzart grobe Buchenspäne, Stroh gehäckselt, Luzerne, Getreide. Das Mischungsverhältnis ist etwa je 40% Buchenholzbrikett, 40% Strohpellets, 20% Zusatzstoffe je nach Pilzart. Andere Mischungen sind natürlich möglich. Ich lege großen Wert auf gute Belüftung und nehme daher ein nicht zu feinporiges Material. Das Substrat wird ausreichend gewässert, Stroh sollte 14 Tage unter Wasser fermentieren. Die Gebinde können heiß überbrüht werden, bei kleineren Mengen kann es auch ½ Stunde im Drucktopf erhitzt werden. Das durchgemischte Substrat muß anschließend sehr gut abtropfen.

Vorbereitung und Befüllen

Die benötigten Gefäße, Gerätschaften wie z.B. Löffel, Spachtel oder ähnliches werden in der Spühlmaschine bei mindestens 60° gereinigt. Nun mische ich in einer sauberen Wanne das Substrat mit der Brut. Mit einer Menge Körnerbrut von etwa 5% der Substratmenge habe ich gute Erfahrung gemacht. Dann befülle die Beutel soweit voll, daß sie ggf. während der Ruhephase in einen geschlossenen Container passen. Mit Paketschnur wird oben verschlossen und eine Schlaufe zum Aufhängen einbezogen. Um die Kultur möglichst ganz sauber und ohne Kontamination zu halten kann sie zusätzlich in eine Müllbeutel gepackt werden.

Mycelwachstum

Je nach Temperaturlage stehen die Kulturen im Keller, im Foliengewächshaus auf dem Balkon, oder im Keller, in der kalten Jahreszeit auch schon mal im leicht beheizten Zimmer oder während der ersten Phase (Mycelwachstum) auch mal mit Abstandsklötzchen auf oder nahe dem nur handwarmen E-Heizkörper. Nach etwa 2-3 Wochen sollte ein Sack gut durchwachsen sein. Bei Shiitake muß man aber länger Geduld haben.

Fruchtung & Ernte

Nun ist es Zeit, die Kultur mit etwas mehr Licht zu versorgen. Wenn die ersten kleinen Fruchtkörper erscheinen, freuen sich die Kulturen auch über gute Luftzirkulation – keine Dauerbelüftung mit Ventilator! - Viele Pilze vertragen ein zu hohes Maß an CO2 nicht. insbes. Austernseitlinge.

Es dauert dann nicht mehr sehr lange und die erste Ernte kann beginnen. Hierbei sollten die kompletten Trauben geerntet werden, auch einzelne Winzlinge entfernen.

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Freiland-Kultur

(Start im Frühjahr 2011)

Hierzu habe ich ein Pilzbeet in der Art eines niedrigen Hochbeetes/Frühbeets geschaffen. Siehe hier.

.Bildauswahl

Aufzucht mit Brut auf Holzhäcksel

Die Braunkappe soll lt. allgemeiner Anleitung auf einem Strohballen im Freien gezogen werden. Nach einer Video-Anleitung eines Schweizer Züchters versuche ich seine Methode . Die gelieferte Brut wurde zunächst in einzelnen Aufzuchtboxen 30x20x15 cm in einer Substrat-Mischung aus abgekochten Holzschnipsel, Sägemehl und etwas Stroh bei etwa 21°C im Zimmer vorkultiviert. Im späten Frühjahr nach den letzten Nachtfrösten ist ein Umsetzen in Spankisten (Abfall Supermarkt) erfolgt. Das Substrat wurde ergänzt im Verhältnis 1:1. Da der Pilz Erdkontakt fordert, ist eine Schicht Kompost als unterste Schicht eingefüllt. Gegen Ungeziefer habe ich die Kästen mit Unkrautvlies ausgelegt. Die Kästen stehen nun abgedeckt mit Lochfolie im Pilzbeet unter einer dunklen Plane auf Buchen-Häcksel zum durchtreiben. Bei Bedarf wird das ganze Beet mit Brunnenwasser beregnet. Möglicherweise wird später noch mit einer dünnen Schicht Bio-Mulch und Kompost abgedeckt.

Wenn dieses erfolgreich verläuft fülle ich das Pilzbeet mit Buchenholzhäcksel auf und setze die durchwachsene Substratbrut darin direkt ein. Als erforderliche Menge an Brut für das Beet von 1,5m² rechne ich mit etwa 3,5-4 ltr.



Fortsetzung folgt.



Aufzucht mit Brut auf Holzstämmen

Auch hierfür ist das neue Pilzbeet der rechte Ort.

Bohrlochmethode

In die Hölzer, Äste vom Pflaumenbaum und Stücke abgelagerte Buche, 35cm lang, Durchmesser 15-20cm, nur für Shiitake 100 cm x 25 cm, habe ich im Abstand von ca. 10 cm 25mm-Bohrungen gesetzt, ich verwende eine Horizontal-Bohrmaschine mit langsamster Drehzahl und einem Fräsbohrkopf. Die Brut wird zerbröselt und in die Löcher gefüllt. Für einen Stamm habe ich etwa 150-200 ml. Brut aufgewendet. Abschnitte aus transparenter Folie und Klebeband verschließen die Öffnungen. Ein feuchtes Schwammtuch hält die notwendige Feuchtigkeit, oder alle Hölzer einer Pilzsorte werden in ein großes feuchtes Tuch (Betttuch) eingeschlagen.

Ein 2. Start im zeitigen Frühjahr direkt in einer Miete im Freiland (Pilzbeet unter Plane) läuft ebenfalls. Dazu habe ich sowohl Brut vom Zuchtbetrieb gekauft als auch aus den Beständen meines Depots genommen.

Es braucht nun Zeit, bis das Mycel gut ins Holz eingewachsen ist. Es soll ja noch zu den Stirnseiten vordringen. Wenn an den Stirnseiten das Mycel erschienen ist, werden alle Stämme aufrecht zu den Braunkappen im Pilzbeet eingegraben.




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Körnerbrut vermehren

Bildauswahl

mit einer grain-to-grain-Impfung (Korn zu Korn) und einem eigenen kleinen Brut-Depot:




Rückschläge, Probleme, Vermeidungen

Leider gibt es dies auch immer. Trotz peinlichster Sauberkeit und steriler Arbeitsweise sind Kontaminationen nie auszuschließen. Bereits durch kleinsten Öffnungen und Undichtigkeiten gelangen Sporen, die in der Luft massenweise schwirren, auf die Kulturen und vernichten sie. Daher ist während der Brutphase höchste Sauberkeit notwendig. Etwaige verunreinigte Brutansätze sollten sofort vernichtet werden.

Zusammenfassen hier einige kurze Ergänzungen zu dieser Problematik:

Pasteurisieren

Pellets, Körner, Holzhäcksel, Holzbriletts, kleiner Mengen
Das Substrat in einem Topf dämpfen, Dauer etwa 30 min, bei Getreide solange bis die Körner platzen. Dazu etwas Wasser erhitzen, nur soviel Wasser nachfüllen bis der Wassergehalt stimmt. Dann muss kein Wasser weggeschüttet werden und es geht sehr schnell. Langsam auskühlen lassen ohne zu öffnen.

Fermentieren

Besonders wichtig bei Stroh, Strohpellets, Holzspänen, Bricketts, teilweise auch bei Getreide. Substrat unter Wasser bei 20-25° 2 Wochen gären lassen, abseihen, gut ausdrücken. Ich fülle jeweils einen Eimer in eine Stoffbeutel, der dicht abgebunden wird., und hänge den Beutel 1-2 Tage im Garten zum austropfen auf, dann muß ggf. nochmals ausgequetscht werden. Die Stofftasche wird nach Gebrauch ausgekocht.


Sterilisieren / Autoklavieren

Behälter, Werkzeuge, mit Substrat befüllte, jedoch unbeimpfte Gläser.
Im Dampfdrucktopf 45-60 min erhitzen, das Überdruckventil sollte leicht geöffnet bleiben, langsam ungeöffnet abkühlen lassen; wer es besonders gründlich machen möchte, kann mit einem Tuch abdecken, damit beim langsamen Öffnen des Druckdeckels keine Fremdluft eingezogen wird.
Nach dem Erkalten möglichst direkt ohne Fremdluft (siehe Dampfsterilation) weiter arbeiten oder die Gerätschaft in geschlossene vorher sterilisierte Boxen aufbewahren, hierbei kann auch ein Sterilisationsmittel (H2O2) verwendet werden.

Testen auf Fremd-Pilz

A. Substrat testen. Wie gewohnt sterilisieren und es ohne Beimpfung und ohne es in ein anderes Behältnis umzufüllen, 1 Woche stehen lassen.
. . . wenn da etwas grün wird, war die Sterilisation unzureichend (Druck oder/ und Zeit).
. . . wenn eine Woche lang das Substrat unverändert bleibt, kann diese Sterilprobe als bestanden bewerten werden.

B. Dosen testen. Dosen zunächst sterilisieren. Leicht mit destiliertem Wasser anfeuchten und ohne Substrat einzufüllen oder zu impfen eine Woche bei Zimmertemperatur "bebrüten".
. . . wenn sich grün zeigt, diesen Behältnissen entsorgen.

Tipp: Besser sind jedoch Gläser mit 350 bis 700 ml Volumen. sterilisiert natürlich.



Gläser und Belüftung

Ein noch so kleines Loch in den Deckel eines sterilen Behältnisses mit sterilem Substrat zu machen, bedeutet, den Inhalt der immer schimmelpilzbelasteten Luft auszusetzen. Die Ergebnisse wird dann nur ausnahmsweise nicht kontaminieren.

Ich gehe wie folgt vor:

Schraubgläser mit einem Polyfilter, es geht auch ein Wattestopfen aus Polyesterwatte oder eingeklebte Steriltücher aus der Ersthilfebox (Auto) verwenden.
Nach dem Befüllen mit Substrat wird für 30 Minuten im DKT autoklaviert. Diese Gebinde bestehen die o. g. "Sterilprobe"!
Die Gläser öffne ich ausschließlich in einer zuvor mit H2O2-ausgesprühten Plastikbox oder über Dampf. Die Kontaminationsrate ist damit weniger als 10%.


Umfüllen und Beimpfen mittels Dampfsterilisation

Die wahrscheinlich größte Gefahrensstelle ist das Beimpfen und Umfüllen. Es bedeutet generell, dass das Substrat und die Brut, aber auch die Behälter mit Außenluft in Berührung kommen, also Alarmstufe ROT. daher mache ich diese Arbeitsschritte nur noch unter Dampf.
Wer eine geschlossene sterile Box besitzt wird sich glücklich schätzen.

Es geht aber auch ohne:

Eine große Pfanne mit Wasser halb voll füllen und zum kochen bringen. Wenn die Fensterscheiben beschlagen, sind die meisten Kontis im Raum schon mal nicht mehr in der Luft. Dann ein Brat-Gitter auf die Pfanne legen und in der Dampfwolke die Arbeiten ausführen.

Die Werkzeuge immer wieder auch bei Nichtverwendung (Arbeitspause/Wechsel) in das kochende Wassebad ablegen.

Nach jedem Pilztyp unbedingt neue Werkzeuge nehmen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß sterilisiertes Substrat hochempfindlich gegen Kontaminationen ist und jeglicher Kontakt mit schimmelsporenbelasteter Luft oder sporenbehafteter Pilzteile (b. Clonen) vermieden werden sollte. Erst ab der Verwendung der satt durchwachsenen Körnerbrut arbeite ich - immer noch vorsichtig - aber nicht mehr wirklich - derart steril.


Brut/Anzuchtbehälter aufstellen


kleinere Gläser mit Anzuchtbrut (natürlich geschlossen und ein Atmungsloch im Deckel), dazu Filter (Watte bzw. anderes Material) stehen bei mir zusätzlich in einem geschlossenen Plastikcontainer, der oben, seitlich kleine Luftschlitze hat. Diese sind ebenfalls mit Filtermaterial abgedichtet. Hin und wider werden die Deckel dieser Box kurz geöffnet und etwas destilliertes Wasser genebelt. Wenn die Brut gut durchwachsen ist, ist auch die größte Gefahr vorüber. Dann gestatte ich auch etwas mehr Frischluft.


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Bezugsquellen

Anleitungen

Foren, die sich mit Pilzzucht beschäftigen:

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Autor: Karlhanns Spiegel ~ 20.02.2011

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