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 Haus
& Garten
B. unser Garten
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Unser
Häuschen im wild-romantischen Bayerwald
Haus & Garten
nachdem unser so genannter ruhigere
Lebensabschnitt eingetreten ist, leben wir nun seit Ende 2006 etwas
abseits der gestressten Zeitgenossen. Wir haben uns ein kleines Haus
mit sehr viel Charme in schöner Landschaft fern der Ballungszentren
gekauft. Das bedeutet aber nicht unbedingt Müßiggang. Unser frisch
erworbenes Haus - etwas in die Jahre gekommen – wollte dem
allgemeinen Standard angepasst werden; ebenso wollten wir bald einen
zwar wilden aber dennoch schönen und praktischen Garten haben.
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Bestandsaufnahme
Klima im Bayrischen Wald
Die Gegend ist geprägt durch rauhes
Kontinental-Klima mit lang anhaltendem knackigen Winter und nur sehr
kurzen Übergangszeiten Frühling und Herbst. Als Ausgleich sind
Sommer und Winter umso intensiver zu erleben.
Die Niederschlagswerte in der Region sind nicht
übermäßig hoch. Die Lage der im Norden gelegen Gebirgskette über
Arber,
Rachel,
Lusen in gleicher
Richtung wie die feuchten Winde (von west-ost) verhindern
Steigungsniederschlag, die Gewitterneigung in den Sommermonaten ist
ebenfalls normal wobei die Regenmengen bis 1500 mm erreichen.
Der Schneereichtum ist bekannt. Je nach Winter
kann die Schneehöhe bis über 2,50 m betragen. Schnee bis Anfang Mai
sind normal, auch längere Perioden mit Nachtfost.
Der Alpenföhn macht sich auch bemerkbar, sodaß
oft die Kette der Alpen gut zu sehen ist. Foto:
Wettersteingebirge vom Balkon aus
Auffallend ist die geringe Luftfeuchtigkeit. Wir
haben lange Perioden mit einer rel. Feuchte unter 40% gemessen, im
Winter sogar nur 35%. Diese klare Luft ist mit verantwortlich für
den Sternen besäten Nachthimmel und entsprechende Abkühlung und
garantiert extreme Sonneneinstrahlung bei Tage und damit verbundene
Wärme bei Sonnenschein. Auf dieses Wechselbad muß immer Rücksicht
genommen werden.
mehr
zum regionalen Klima
Gebäude und Garten
Das Haus (1935) , landschaftstypisch mit viel
Holz, steht in einer freien Wohngegend an einem Hang mit
fantastischer Fernsicht. Das Gesamtgelände ist ca 1500 m², das Haus
steht im oberen Teil.
Der Vorgarten war zwar bereits angelegt, wobei der
Eingangsbereich sich allerdings als zu klein erwiesen hat. Im
hinteren Bereich ist nur wilde Wiese, auch gibt es, keinen Weg oder
ähnliches ums Haus herum.
Die Bodenanalyse ergab recht positives: optimaler
Mineral-Humus eher sauer/neutral, sehr gute Entwässerung, nie
künstlich gedüngt , Südseite, windgeschützt . Die Temperaturen in
Hausnähe sind für die Gegend und Gebirgslage recht hoch.
Problematisch ist jedoch der sehr steinige Boden.
Aber das kann in unmittelbarer Nähe der urweltlichen
Gebirgsformation nicht anders erwartet werden. Vorherrschend ist das
überaus harte Gestein Gneis, Quarz und Granit. Bei jedem Spatenstich
finden wir irgendwas hartes.
Mehr
zur Geologie

Ohne das
richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein Haus zu renovieren oder
eine größeren Garten umzugestalten.
Lieber ein Gerät weniger aber alles
in optimaler Qualität.
Der sparsame kauft das beste - der geizige
kauft mehrmals
Werkzeug und Maschinen
Es erwies sich als notwendig, die Geräte und
Werkzeuge grundlegend zu durchforsten. Einiges hatte ich bereits in
guter Profiqualität, manches war aber zusätzlich nützlich oder gar
zwingend notwendig.
Dazu mehr Details
Die übliche Gartengerätschaft haben wir beim
Erwerb des Anwesens mit übernommen, allerdings mußte manches in
besserer Qualität ausgetauscht werden, insbesondere ein neuer
Spaten, eine richtige Grabgabel und breite Metallrechen waren von
Nöten.
Kreiselmäher
Vorrangig war es ein Rasen-Wiesen-Schneider. Der
Standard-Rasenmäher war zwar recht nett für einen Vorgarten, machte
aber bald schlapp, als er für die Wiese hinterm Haus benutzt wurde.
Ich schaffte mir nach intensiver Suche einen robusten 6PS-starken
Kreiselmäher
an. Der schafft hohes Gras und Gestrüpp und ist ebenfalls für
Feinschnitt bestens geeignet. Die Unebenheiten und Gefälle sind
damit ohne großen Körpereinsatz dank großvolumiger Antriebsräder
und guter Untersetzung bequem zu bewältigen. Allerdings sind enge
Kurven nicht ganz einfach.
Pflege:
In größeren Intervallen – je nach Schnittmenge
- werden die Messer auf dem Schleifbock wieder geschliffen. Das ist
auch recht einfach, die massiven Messer aus Eisen sind lediglich mit
Schrauben am Tellerrad angebracht. Ansonsten fällt abgesehen von
Reinigen und leichtem Ölen aller Metallteile keine Wartung an.
Ölwechsel ist nur in langen Zeiträumen notwendig.
Freischneider
Als nächstes kam ein Freischneider mit Messer
hinzu, um einfacher die Kanten um die Steinbrocken und unwegsamen
steilen Stellen unter Sträuchern im Herbst bearbeiten zu können.
Auch der holprige und steinige Außenbereich vor dem unteren
Gartenteil kann nur mit derartigem Gerät vernünftig bearbeitet
werden. Hier haben wir uns für eine stärkere Variante entschieden.
Auch die positiven Erfahrungsberichte
haben uns zu dem Entschluss ermuntert. Bei einer Auktion konnten wir
einen STIHL-FS80 zu annehmbaren Preis bekommen.
Khukuri
Nach den Erfahrungen der inzwischen vergangenen 2
Jahre scheint mir das Bearbeiten der Wiesenränder und unter den
Gebüschen mit den Baumarkt-Geräten eine Zumutung. Das angebotene
Werkzeug ist einfach zu instabil. Ich habe daher gründlich
recherchiert und letztendlich das Khukuri, ein stabiles universelles
Gerät gefunden, das als Allzweck-Werkzeug alle Ehre macht. Es
entstammt auch einem ganz anderen Interessensgebiet, nämlich der
professionellen Jagt- und Forstwirtschaft. Bereits bei der Aktion
Waldunkraut entsorgen habe
ich erstmals diese Werkzeuge im Einsatz gesehen. Fotos
Ich entschied mich für die gewinkelte
sichelähnliche Klinge, die bei allen Khukuris üblich ist. da man
wohl annehmen darf, daß diese Konstruktion aus den
jahrhundertelangen Erfahrungen in den Herkunftsländern entstanden
und für geeignet befunden sein müßte. Die Grundform der Khukuris
geht (sehr wahrscheinlich) auf Alexander den Großen zurück, der die
kopflastige Klinge in Form des Copesh (Kopis und andere
Schreibweisen) mit seiner Armee nach Asien brachte, wo sie in
verschiedenen Formen noch heute gebräuchlich ist. In dem Khukuri
stecken also die Erfahrungen von über 2000 Jahren, in der Grundform
praktisch unverändert und mit einem sehr breiten
Anwendungs-Spektrum. Ich bin überzeugt, daß für unsere
Gegebenheiten damit den stabilen Grasbüscheln, Brennesseln sowie dem
Gestrüpp um Baumstümpfe und an den aus der hohen Wiese
herausragende Felsen im Naheinsatz besser beizukommen
ist als mit den längeren geraden Macheten, die eher für weiches
Material konzipiert sind. Auch der Herbst-Schnitt der recht massiven
Stauden ist damit problemlos zu bewerkstelligen,
Schaut halt mal hier rein:
http://www.gurkha-imports.com/content/reviews/
Warum eine derartiges Gerät in den einschlägigen
Gartenforen und selbst im Gartenbau-Spezial-Versandhandel derart
stiefmütterlich behandelt wird ist mir ein Rätsel, aber dazu ist um
die Ecke gucken angesagt. Es könnte aber auch daher kommen,
daß das Deutsche Waffengesetz recht unklar definiert.
Etwas zum Waffengesetz
Unter der Adresse
http://www.messerforum.net/initiative/pages/rechtslage-waffengesetz-und-messer.php
kann der wesentliche Text nachgelesen werden.
Macheten und artverwandte Geräte sind im Sinne
des WaffGs Werkzeuge und fallen aufgrund ihrer
Zweckbestimmung damit nicht unter das Verbot des § 42a, Artikels §
1 Abs. 2 Nr. 2a und 2b.
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Planung
Eine gute Gestaltungsanalyse und Zielplanung macht
die eigentliche Arbeit um einiges leichter. Zunächst habe ich
Grundrisszeichnungen mit dem PC erstellt, den Istzustand analysiert
und den Sollzustand eingefügt.Die voraussichtlichen Arbeitsschritte
sind gleich mit notiert worden, ebenso das erforderliche Material,
sowie alle Hilfsmittel.
Was geht – was geht nicht
Bei aller Liebe zu einer englischen
Parklandschaft, hier herrschen andere Gesetze und demnach
Prioritäten. Der erste Winter in dieser Umgebung hat es
demonstriert, es müssen unbedingt freie Flächen rund ums Haus
belassen bleiben, um die Schneemengen vom Dach abzulagern Auch sollte
es bequem sein, etwaige Schneemassen aus der Einfahrt und des
Eingangsbereichs abzulegen. Die Schneemaschine muss ungehindert
überall hin können. Dazu kann links seitlich das Zaunelement
abgenommen werden. Im Sommer ist es ansprechend warm, und die Sonne
äußerst stark. so muss auch schon Vormittags ein schattiger
Ruheplatz eingeplant sein. Auch sonnige Sitzstellen sind einzuplanen.
Für die Bepflanzung ist zu bedenken, dass nur solche Gewächse
geeignet sind, die sowohl der Trockenheit und Sonne der Sommers als
auch der Kälte und Schneelast trotzen.
Es konnte also losgehen.
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Der Vorgarten
Herbst2007
In den vorhanden Steintrögen, die nur
versetzt wurden, wurde die hässlichen Friedhofsgewächse raus
genommen und die auch vorhandenen dauerhaften Küchenkräuter
zusammengefasst und einige neue gekauft. die Tröge erhielten
eine Mischung aus grobem Sand, Boden vom Acker und viel
Roh-Mulch, mit einer großen Zugabe von Bio-Humus. Alle diese
Materialien bekommt man hier in der regionalen Kompostieranlage.
Das Wiesenteil vor dem Haus mußte umgestaltet
werden, Die Fläche liegt teilweise im Dauerschatten. Auch ist
das Mähen bei den vielen Winkeln mit Bordsteinkanten zu mühsam.
Der Zaun (Foto unten) wurde erneuert, es ist
nun etwas transparenter. Auch der aggressive Ockerton ist
verschwinden. Naturbelassenes Holz ist der Gegend entsprechend
geeigneter.
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Gestaltung Frühjahr 2008
Der Rasen wurde abgehoben, die Grasnarbe
diente als im hinteren Gartenbereich um Unebenheiten aufzufüllen.
Der Randbereich mit Stauden blieb erhalten. Auch die
Kiesschüttung entlang der Hauswand blieb unverändert.
Es wurde wie ein flaches Hügelbeet angelegt,
wobei das natürliche Gefälle berücksichtigt werden mußte. Als
Umfassung sind alte Granitblöcke verwendet worden. Diese bekam
ich preisgünstig von einer Baustelle.
Die Trittflächen wurden 1-Spaten tief
ausgehoben, mit Grobsplitt zur Hälfte gefüllt, darauf kam eine
Abdeckung aus wasserdurchlässiger Vliesfolie. Der Endbelag ist
Buntkies.
Gesamtansicht
mit Beschreibung Grundstück/Gebäude
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Bepflanzung:
Es sollten ausschließlich dauerhafte bzw.
sich selbst aussähende Pflanzen verwendet werden. Im Winter muß
zudem innerhalb der Schattenpartie Freiraum für Dachlawinen
geschaffen werden. Sträucher, die abknicken könnten, sind daher
nicht geeignet.
Die Gladiolen und Dahlien als Ausnahme sind
dieses Jahr einsetzt worden, sie wuchsen üppig und blühten bis
lange in den Herbst. Allerdings haben sich die Schnecken auch
dafür begeistern können.
die nicht besetzten Pos. werden induviduell
bepflanzt.
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Inzwischen ist der Vorgarten üppig
angewachsen. Es blüht von der Schneeschmelze bis in den
Spätherbst.
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Der Eingangsbereich
auch die
seitliche Wiese bekam eine Steineinfassung, unter dem Balkon
wurde ein Kiesbeet angelegt mit Putten und Modellbauten
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Der Garten hinterm Haus
Plattenwege
Der Wiese auf der Rückseite ums Haus herum
haben wir dann als erstes angenommen, um auch bei schlechtem
Wetter trockenen Fußes überall hinzukommen, vor allem zur
Werkstatt. Der Zugang zur Werkstatt musste teils abgetragen,
teils aufgefüllt werden, das Schmelz- & Regen-Wasser lief in
Richtung Haus. Mehrere Stufen gleichen das Gelände schön aus.
Ein großzügiger Sitzplatz (rechts) wurde auch noch angelegt.
Wichtig ist dabei eine sichere Abstützung
nach Süden, da der Boden bei Nässe und Schnee nachgibt.
Rabatte
Der Boden entlang des Schuppens (unter dem
langen Balkon) wurde wie beim Steingarten bearbeitet. Es wurden
zunächst verschiedenen Bodendecker und Blumenzwiebeln gepflanzt.
Tomatenpflänzchen gaben uns im ersten Sommer
überaus üppig Früchte, das ermutigte uns 2 Weinreben zu
setzten. Diese tragen inzwischen reichlich - der Bayerwald hier
700 m ist also gar nicht so wüst!
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Steingarten
Das verwahrloste Garten-Eck (links unter dem
WC) weist starkes Gefälle auf. es bietet sich als Steingarten
oder dergleichen an. Es bekam ein vollkommen neues Gesicht.
Nachdem ich 2 Spaten tief umgegraben hatte,
dabei riesige Steinbrocken heraus kamen, und der Unrat von
Jahrzehnten auf der Mülldeponie entsorgt war , kamen einige
Säcke Sand, Humus, Gartenerde, Mulch auf den Acker. Eine erste
Aussaat mit Mangold, Bohnen, Winterrettich und etwas
Küchenkräuter brachten dann super Erträge.
Im Herbst wurden dann Kletterrosen, Parkrosen
und Unterpflanzung aufgebracht. der untere Teil ist bereits von
Beginn an als naturnaher Steingarten ausgebaut worden, auch da
wuchert es inzwischen sehr schön.
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Wiese
Die gesamte Wiese ist pflegetechnisch
unterteilt: direkt ums Haus ist ein schmaler Streifen mit Stauden
etc, dann folgt ein Steinplattenweg, danach abschüssig Wiese,
die hin und wieder mal gemäht wird, falls nicht gerade
Wildblumen blühen.
Ansonsten ist der Garten als Wildwiese mit
üppiger Blumenpracht soweit wie möglich naturbelassen. Er wird
3-4 mal geschnitten, das war's dann auch. Nur der kleine Bereich
neben dem Haus und ein Streifen bis zum Brunnen darf öfter dran
glauben.
Die Wiese fast das ganze Jahr mit bunter
Blumenpracht eine Augenweide, selbst seltene Pflanzen, die
angeblich längst nahezu ausgestorben sein sollen, konnten wir
finden. Das, was allenthalben als Unkraut verpönt gilt blüht
und gedeiht hier üppig. In den Rabatten, Pflanztrögen und
Beeten werden alle diese Pflänzchen wohl behütet weiter
kultiviert.
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Üppige Blütenpracht
So können wir schon kurz nach der
Schneeschmelze Faden-Ehrenpreis [Veronika filiformis]., Punella
vulgaris bestaunen.
Die Walderdbeeren, bevölkern die
Seitenränder. Massen von Gänseblümchen sind auch recht
vorwitzig, ebenso wilde Veilchen. Sauerampfer und andere wilde
Gewürzpflanzen sind überall zu finden.
Auf den Steinbrocken und Baumresten sind
letztes Jahr Ableger von Wildrosen angepfanzt worden, sie
überwuchern langsam sehr schön die Unebenheiten.
Weitere niedrige Bodendecker wurden im
Spätherbst gesetzt. Größere Beete mit Farnen und Hosta möchten
wir noch ergänzen.
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Wald-Unkräuter
entsorgen
Bei Übernahme des Grundstücks standen 5
gewaltige Birken und ein maroder riesenhafter Ahornbaum auf der
Wiese. (Bild Abt.Wiese). Es gab also wenig Licht, dafür viele
Blätter im Herbst und massig Ungeziefer. Nach einer Umfrage in
der Gemeinde und bei den Nachbarn wurde das Grundstück von den
"Wald-Unkräutern" - wie es hier heißt - befreit. Die
Nachbarschaft bot sich freiwillig an, uns kostenlos das gesamte
Holz zu entfernen- genutzt wurde es als Brennmaterial für die
hier noch vorherrschenden Holzfeuerungen..
Mit schwerem Gerät verwandelte sich die Wiese
in eine Wildnis. 3 Tage hatten 4 Mann zu tun. Hier lernte ich ein
Werkzeug kennen, daß später in ähnlicher Form auch mir gute
Dienste leistete. Die Hauer benutzten alle stabile Macheten, mit
denen die Äste in Windeseile abgeschlagen werden konnten.
Lediglich bei den ganz dicken Stämmen kam die Kettensäge zum
Einsatz.
Danach durfte sich die Wiese erholen, was ihr
sichtlich leicht war. das Heu im Herbst fiel sehr gut aus.
Das Mehr an Sonnenlicht wirkte sich im Herbst
nicht nur positiv auf den Beeten aus sondern war auch ein
Bereicherung auf dem Balkon. Zudem war die Fernsicht um einiges
besser.
Die stehen gebliebenen Baumstümpfe und
Wurzelreste, die teilweise oberirdisch sind und somit viele tiefe
Bodenmulden bilden (Felsuntergrund), habe ich später mit
starkwüchigen Bodendeckern, und Heckenbepfanzung kaschiert.
Im darauf folgenden Herbst haben wir dann die
verbleibenden Obstbäume von einem Fachmann radikal beschneiden
lassen.
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Vordergrund: erweiterte
Brunnenpartie, rechts: neues Staudenbeet,
Hintergrund:Wein-&Kletterrosen an Balkonwand
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Regenwasserentsorgung
Unterhalb des Plattenweg in Richtung Wiese
habe ich zur besseren Dränage der Wege und Hänge einen Graben
gezogen, der mit alten Betonsteinen der Garagenauffahrt in V-Form
ausgelegt ist. Ein in den Boden eingelassenes Regenwasser-Rohr
vom Hauseck zur Rinne entsorgt darin das Wasser vom Dach ohne die
Wiese zu matschig zu machen. Es mündet in eine Senke im
mittleren Wiesenteil. Dort können sich die andernorts
ausgerotteten Sumpfdotterblumen und Sumpfgräser austoben.
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Sitzplätze
Eine Bank links seitlich am Schuppen lädt
inzwischen zu Verweilen in der Sonne ein. Diese ist jedoch
oftmals derart kräftig, daß wir den großen Sonnenschirm vom
rechten Sitzplatz umstellen mußten, dort ist jetzt ein
Sonnensegel montiert mit einem kleinen Spalier, an dem Himbeeren
üppig ranken.
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Quellwasser
Mittig in der Wiese ist ein Naturbrunnen, der
uns vom Nachbargrundstück über eine Pipeline mit
Oberflächensickerwasser des nordseitig gelegenen Vorgebirges
unseres Hausbergs Rachel versorgt. Ein Kanalrohr füllt eine
Regentonne, die im Boden versenkt ist. Ein Betonring dient als
Abschluß. Der Überlauf wird ins dritte Grundstück geleitet.
Eine Saug-Rohrleitung unter der Grasnarbe geht
zum Schuppen. Dort steht eine Pumpe, mit der das Wasser überall
hin gebracht werden kann.
Die zusätzliche Handschwengelpumpe über dem
Schachtring dient zur Dekoration und als zusätzliche
Wasserentnahme per Hand.
Mit einem Rosenspalier und einer großzügen
Beeteinfassung ist das Brünnchen letztes Jahr erweitert worden.
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Obst
Die bereits vorhandenen Apfel-, Kirschen-,
Birnbäume und 2 Stachelbeer-sträucher haben wir ergänzt mit
Schwarzen und Roten Johannesbeerbüschen. Auch eine Himbeerhecke
vor dem Sitzplatz ist angelegt.
Einige Schlehenbüsche dienen als Hecke. Der
gesamte Randbereich der Wiese ist voll mit wilden Walderdbeeren.
Sie sind zwar klein, schmecken aber prima.
Einem Pflaumenbaum und ein Holunderstrauch
wird folgen.
Am Balkon-Spalier hat sich der Wein breit
gemacht.
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Erdbeeren & Rabarber
Auch gibt es noch wie oben erwähnt einen
Hang, der früher als Kompost-Ablage genutzt wurde. Er ist nach
unten durch eine schönen Felsbrocken begrenzt. Nachdem die
Brennnesseln und Dornen ausgegraben waren - ein Arbeit für
Sträflinge - kam hervorragender Boden zu Tage. Als vorderen
Abschluß habe ich eine Naturstein-Stützmauer kniehoch gezogen.
Das Beet ist nun mit Garten-Erdbeeren
bepflanzt, der Ertrag ist überreich. Als Schneckenabwehr dienen
hier Knoblauch-Reihen Als Sichtschutz ist die Brombeerhecke
gesäubert worden und nun schön an Spaliere gebunden. Aus den
ehemaligen Birkenstümfen wachsen wieder kleine Büche, die
Sicht- und Windschutz bieten.
Im hinteren Teil, der recht feucht und
schattig ist, wuchern Rhabarber, Bärlauch, Tobimanbur als
Windschutz und Rettich wild durcheinander.
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Kräuter
Da wir leidenschaftlich gute Küche
bevorzugen, müssen immer frische Kräuter greifbar sein. So ist
es nicht verwunderlich, daß im ganzen Garten an geeigneten
Stellen duftende und aromatische Pflanzen wachsen, oftmals als
Bodendecker.
Bergbohnenkraut, Borretsch, Kerbel, Knobi,
Lavendel, Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Salbei,
Schnittlauch, Staudensellerie, Thymian, Waldmeister, Zwiebeln,
Zitronenmelisse.
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Die Wiese
Zum Schluß kam dann auch die wilde
Wiese dran, sie ist nun etwas kultivierter, links Staudenbeet ,
rechts Brunnen, dahinter wachsen Tomaten und Buschbohnen in der
Sonne. Im Hintergrund stehen die überwachsenen Baumstümpfe.
Vor der Tanne ist jetzt noch das
provisorisches kleines Gemüsebeet, ohne Einfassung. Auch fehlt
noch das Beet hinter der Tanne. Diese Projekte sind 2011
verwirklicht worden.
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Beete
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Einzel-Beete
2011 sind die vorhanden Beete umgestaltet
worden und 2 neue hinzu gekommen. Ich bekam stabile
Metallprofile, entsorgte Leitplanken der Straßenmeisterei. Die
Teile sind ca. 35 cm breit, bis 4 m lang. Sie wurden passend
geschnitten und zusammengeschweißt. Die ebenfalls
angeschweißten Stützen sind nur zum Teil einbetoniert.
vor der Tanne im Schatten wurde ein
zweiteiliges Beet angelegt; links für Pilze, rechts
Wintergemüse.
hinter der Tanne in voller Sonne entstand
ein großes Doppelbbeet.
auch das vorhandene, holzgerahmte
Frühbeet ist mit durch Leitplanken ersetzt worden.
Somit sind alle Einfassung im gesamten Garten
optisch gleich.
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doch noch rechtzeitig fertig geworden und
frisch bepflanzt und angesät.
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April 2011
- nach einem fast sommerähnlichen Start
überraschte uns ein Kälteeinbruch, der zunächst eine Pause
erzwang. Somit ist nur das Gerippe der Beeteinfassung fertig
geworden.
links soll einmal das Pilzbeet entstehen,
rechts ist für Wintergemüse vorgesehen.
Aber es wurde dann doch Sommer. Und es konnte
alles termingerecht fertig werden.
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Das Pilzbeet
Ein feinmaschiges Drahtgeflecht unten in der
Beetgrube des Pilzbeetes verhindert, daß die Wühlmäuse sich an
den Pilzen und Pflanzen fett fressen, ein Unkrautnetzvlies soll
ein Einwandern von Schnecken vorbeugen.
Für das Pilzbeet habe ich eine besonders
dicke Schicht Buchenhäcksel eingefüllt. Niedrige, Feuchtigkeit
liebende Bodendeckerpflanzen, die von Schnecken gemieden werden
und den Boden feucht halten, sowie Randbepflanzung als
Schattenspender kommen noch hinzu.
Als Abdeckung des Pilzbeetes dient ein aus
Winkelprofilen gefertigtes Zeltgerüst, darüber ist eine dunkle
Plane gespannt. Sie schirmt vor allzu heftiger Sonneneinstrahlung
und Platzregen ab.
In den trockenen heißen Monaten kann mit
Brunnenwasser beregnet werden.
zum
Pilzgarten
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Details, für Gesamtansicht
siehe Bild weiter oben
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Frühbeet
Oben auf dem Plateau habe ich 2007 bereits ein
großes Frühbeet gebaut, 3,60m x 160m x 40 cm. Das erste
Exemplar (2007) ist überwiegend aus Restmaterial gebaut. Der
Rahmen besteht aus 5cm-dicken rohen Brettern, die mit 12x12cm-
starken Pfosten im Erdreich befestigt sind.
Der Boden ist wie beim Pilzbeet mit
Drahtgeflecht gegen Maulwürfe und Mäuse gesichert.
Der Kasten kann mit Folien-Fenstern abgedeckt
werden. Diese sind aus Dachlatten gefertigt. Um ein Durchhängen
der Folie bei Regen und Schnee zu verhindern, sind zusätzlich
Querstreben eingearbeitet worden.
Im Frühbeet gedeiht zwar schon vieles –
Salate aller Art haben wir darin rund ums Jahr ausreichend, Für
Gemüse ist es doch zu klein und zu niedrig, ein richtiges
Gemüsebeet mußte her.
Zusätzlich steht ein
kleines Anzucht-Gewächshaus auf dem Balkon.
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Doppelbeet mit Zwischengang

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Gemüsebeete und Neugestaltung des Frühbeetes
Dieses Jahr (2011) kam der Sommer ohne
Frühling, es wurde schnell trocken und sehr warm. Die Arbeit im
Garten mußte schnell gehen.
Die zuvor abgehobene Grasnarbe kam nun wieder
mit der Grasseite nach unten in den Rahmen, darauf der erste
Grasschnitt. Anschließend habe ich mit einem Gemisch aus
gesiebter Gartenerde, frischem Humus und Sand aufgefüllt. Der
Humus stammt aus der Kompostieranlage. Ganze 5 m³ kippte der LKW
in den Garten. Abgedeckt habe ich mit 5 cm Schicht Häckselmulch.
Das umgestaltete Frühbeet hatte bereits 5
einzelne Folienfensterrahmen. Für die neuen Gemüsebeete werden
Folientunnel eingesetzt. Somit kann Licht, Luft, Feuchtigkeit
nach Bedarf geregelt werden. Zusätzlich kann über
Tropfschläuche und/oder Sprenger mit Brunnenwasser beregnet
werden.
Nun gedeiht sicher auch ausgefallenes Gemüse,
das im hiesigen Supermarkt nicht zu finden ist: Pastinaken,
Blau-Kohlrabi, Bamberger Hörnchen, Topinambur, Erdkohlrabi etc.
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Tiere
Ein reiches Tierleben ist natürlich auch
vorhanden. Außer den vielen Vögeln und bunten Schmetterlingen.-
hier gibt es noch fast alle heimischen Arten. - bevölkern einige
Familien von Kröten diverse Schlupflöcher. Blindschleichen in
uns bisher ungeahnten Mengen wandern im Gras und unter den
Pflanzen umher. An warmen Tagen stoßen wir ständig auf
Mauereidechsen. Auch Schlangen können wir hier beobachten. Im
Winter finden wir Schneespuren von Hasen, Wildkaninchen und sogar
Rehen. Ebenso Mardern und Hermelinen. Leider sind diese sehr
scheu, sie schalten zwar die über Bewegungsmelder gesteuerte
Beleuchtung an, lassen sich aber nicht blicken.
Natürlich sind viele heimische und
durchreisende Vogelarten Dauergast in unserem Garten.
Letzten Herbst hat sich eine Fledermaus in
unserem Schuppen eingenistet. Die haben wir aber schnell
freigesetzt. Sie wäre hier nicht durchgekommen. Igel sind aber
gern gesehen, die helfen uns die unzähligen Schnecken zu
bekämpfen.
Mehr Bilder in meiner Fotosammlung
Wenn es allerdings eine wirksame langfristige
Lösung gegen Maulwürfe und Wühlmäuse gäbe, die wäre
nützlich.
Aber wohl weniger optimal ist die
Schneckenpopulation. Da ist regelmäßiges absammeln nach Regen
angesagt.
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Fortsetzung folgt
Autor: Karlhanns
Spiegel ~ update: Juni 2011
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