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Haus & Garten




B. unser Garten





unser HausUnser Häuschen im wild romantischen Bayerwald

Haus & Garten

nachdem unser so genannter ruhigere Lebensabschnitt eingetreten ist... , leben wir nun seit Ende 2006 etwas abseits der gestressten Zeitgenossen. Wir haben uns ein kleines Haus mit sehr viel Charme in schöner Landschaft abseits der Ballungszentren gekauft. Das bedeutet aber nicht unbedingt Müßiggang. Unser frisch erworbenes Haus - etwas in die Jahre gekommen – will dem allgemeinen Standard angepasst werden; ebenso möchten wir bald einen zwar wilden aber dennoch schönen und praktischen Garten haben.

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Bestandsaufnahme

Klima im Bayrischen Wald.

Die Gegend ist geprägt durch rauhes Kontinental-Klima mit lang anhaltendem knackigen Winter und nur sehr kurzen Übergangszeiten Frühling und Herbst. Als Ausgleich sind Sommer und Winter umso intensiver zu erleben.

Die Niederschlagswerte in der Region sind nicht übermäßig hoch. Die Lage der im Norden gelegen Gebirgskette über Arber, Rachel, Lusen in gleicher Richtung wie die feuchten Winde (von west-ost) verhindern Steigungsniederschlag, die Gewitterneigung in den Sommermonaten ist ebenfalls normal wobei die Regenmengen bis 1500 mm erreichen.

Der Schneereichtum ist bekannt. Je nach Winter kann die Schneehöhe bis über 2,50 m betragen. Schnee bis Anfang Mai sind normal.

Der Alpenföhn macht sich sehr schön bemerkbar, sodaß oft die Kette der Alpen gut zu sehen ist. Foto: Wettersteingebirge vom Balkon aus

Auffallend ist die geringe Luftfeuchtigkeit. Wir haben lange Perioden mit einer rel. Feuchte unter 40% gemessen, im Winter sogar nur 35%. Diese klare Luft ist mit verantwortlich für den Sternen besäten Nachthimmel und entsprechende Abkühlung und die extreme Sonneneinstrahlung bei Tage und damit verbundene Wärme bei Sonnenschein. Auf dieses Wechselbad muß immer Rücksicht genommen werden.

mehr zum regionalen Klima

Gebäude und Garten

Das Haus (1935) , landschaftstypisch mit viel Holz, steht in einer freien Wohngegend an einem Hang mit fantastischer Fernsicht.

Das Gesamtgelände ist ca 1500 m², das Haus steht im oberen Teil.

Der Vorgarten war zwar bereits angelegt, wobei der Eingangsbereich sich allerdings als zu klein erwiesen hat. Im hinteren Bereich ist nur wilde Wiese, auch gibt es keinen Weg oder ähnliches ums Haus herum.

Die Bodenanalyse ergab recht positives: optimaler Mineral-Humus eher sauer/neutral, sehr gute Entwässerung, nie künstlich gedüngt , Südseite, windgeschützt . Die Temperaturen in Hausnähe sind für die Gegend und Gebirgslage recht hoch.

Problematisch ist jedoch der sehr steinige Boden. Aber das kann in unmittelbarer Nähe der urweltlichen Gebirgsformation nicht anders erwartet werden. Vorherrschend ist das überaus harte Gestein Gneis, Quarz und Granit. Bei jedem Spatenstich finden wir irgendwas hartes.



Mehr zur Geologie

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Ohne das richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein Haus zu renovieren oder eine größeren Garten umzugestalten.

Lieber ein Gerät weniger aber alles in optimaler Qualität.

Der sparsame kauft das beste -

der geizige kauft mehrmals



Werkzeug und Maschinen

Es erwies sich als notwendig, die Geräte und Werkzeuge grundlegend zu durchforsten. Einiges hatte ich bereits in guter Profiqualität, manches war aber zusätzlich nützlich oder gar zwingend notwendig.

Dazu mehr Details

Die übliche Gartengerätschaft haben wir beim Erwerb des Anwesens mit übernommen, allerdings wird einiges wohl in Kürze in besserer Qualität ausgetauscht werden müssen, insbesondere ein neuer Spaten, eine richtige Grabgabel und breite Metallrechen sind von Nöten.

Kreiselmäher

Vorrangig war es ein Rasen-Wiesen-Schneider. Der Standard-Rasenmäher war zwar recht nett für einen Vorgarten, machte aber bald schlapp, als er für die Wiese hinterm Haus benutzt wurde, Ich schaffte mir nach intensiver Suche einen robusten 6PS-starken Kreiselmäher an. Der schafft hohes Gras und Gestrüpp und ist ebenfalls für Feinschnitt bestens geeignet. Die Unebenheiten und Gefälle sind damit ohne großen Körpereinsatz dank großvolumiger Antiebsräder und guter Untersetzung bequem zu bewältigen. Allerdings sind enge Kurven nicht ganz einfach.

Pflege:

In größeren Intervallen – je nach Schnittmenge - werden die Messer auf dem Schleifbock wieder geschliffen. Das ist auch recht einfach, die massiven Messer aus Eisen sind lediglich mit Schrauben am Tellerrad angebracht. Ansonsten fällt abgesehen von Reinigen und leichtem Ölen aller Metallteile keine Wartung an. Ölwechsel ist nur in langen Zeiträumen notwendig.

Freischneider

Als nächstes kam ein Freischneider mit Messer hinzu, um einfacher die Kanten um die Steinbrocken und unwegsamen steilen Stellen unter Sträuchern im Herbst bearbeiten zu können. Auch der holprige und steinige Aussenbereich vor dem unteren Gartenteil kann nur mit derartigem Gerät vernünftig bearbeitet werden. Hier haben wir uns für eine stärkere Variante entschieden. Auch die positiven Erfahrungsberichte haben uns zu dem Entschluss ermuntert. Bei einer Auktion konnten wir einen STIHL-FS80 zu annehmbaren Preis bekommen.

Khukuri

Nach den Erfahrungen der inzwischen vergangenen 2 Jahre scheint mir das Bearbeiten der Wiesenränder und unter den Gebüschen mit den Baumarkt-Geräten eine Zumutung. Das angebotene Werkzeug ist einfach zu instabil, Ich habe daher gründlich recherchiert und letztendlich das Khukuri, ein stabiles universelles Gerät gefunden, das als Allzweck-Werkzeug alle Ehre macht. Es entstammt auch einem ganz anderen Interessensgebiet, nämlich der professionellen Jagt- und Forstwirtschaft. Bereits bei der Aktion Waldunkraut entsorgen habe ich erstmals diese Werkzeuge im Einsatz gesehen. Fotos

Ich entschied mich für die gewinkelte sichelähnliche Klinge, die bei allen Khukuris üblich ist. da man wohl annehmen darf, daß diese Konstruktion aus den jahrhundertelangen Erfahrungen in den Herkunftsländern entstanden und für geeignet befunden sein müßte. Die Grundform der Khukuris geht (sehr wahrscheinlich) auf Alexander den Großen zurück, der die kopflastige Klinge in Form des Copesh (Kopis und andere Schreibweisen)  mit seiner Armee nach Asien brachte, wo sie in verschiedenen Formen noch heute gebräuchlich ist. In dem Khukuri stecken also die Erfahrungen von über 2000 Jahren, in der Grundform praktisch unverändert und mit einem sehr breiten Anwendungs-Spektrum. Ich bin überzeugt, daß für unsere Gegebenheiten damit den stabilen Grasbüscheln, Brennesseln sowie dem Gestrüpp um Baumstümpfe und an den aus der hohen Wiese herausragende Felsen im Naheinsatz besser beizukommen ist als mit den längeren geraden Macheten, die eher für weiches Material konzipiert sind. Auch der Herbst-Schnitt der recht massiven Stauden ist damit problemlos zu bewerkstelligen,

Schaut halt mal hier rein: http://www.gurkha-imports.com/content/reviews/

Warum eine derartiges Gerät in den einschlägigen Gartenforen und selbst im Gartenbau-Spezial-Versandhandel derart stiefmütterlich behandelt wird ist mir ein Rätsel, aber dazu ist um die Ecke gucken angesagt. Es könnte aber auch daher kommen, daß das Deutsche Waffengesetz recht unklar definiert.

Etwas zum Waffengesetz

Unter der Adresse http://www.messerforum.net/initiative/pages/rechtslage-waffengesetz-und-messer.php kann der wesentliche Text nachgelesen werden.

Macheten und artverwandte Geräte sind im Sinne des WaffGs Werkzeuge und fallen aufgrund ihrer Zweckbestimmung damit nicht unter das Verbot des § 42a, Artikels § 1 Abs. 2 Nr. 2a und 2b.

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Planung

Eine gute Gestaltungsanalyse und Zielplanung macht die eigentliche Arbeit um einiges leichter.

Zunächst habe ich Grundrisszeichnungen mit dem PC erstellt, den Istzustand analysiert und den Sollzustand eingefügt.

Die voraussichtlichen Arbeitsschritte sind gleich mit notiert worden, ebenso das erforderliche Material, sowie alle Hilfsmittel.

Was geht – was geht nicht

Bei aller Liebe zu einer englischen Parklandschaft, hier herrschen andere Gesetze und demnach Prioritäten.

Der erste Winter in dieser Umgebung hat es demonstriert, es müssen unbedingt freie Flächen rund ums Haus belassen bleiben um die Schneemengen vom Dach abzulagern, auch sollte es bequem sein etwaige Schneemassen aus der Einfahrt und des Eingangsbereichs abzulegen. Die Schneemaschine muss ungehindert überall hin können. Dazu kann links seitlich das Zaunelement abgenommen werden.

Im Sommer ist es ansprechend warm, und die Sonne äußerst stark. so muss auch schon Vormittags ein schattiger Ruheplatz eingeplant sein, aber auch sonnige Sitzstellen sind einzuplanen.

Für die Bepflanzung ist zu bedenken, dass nur solche Gewächse geeignet sind, die sowohl der Trockenheit und Sonne der Sommers als auch der Kälte und Schneelast trotzen.

Es konnte also losgehen.

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Der Vorgarten

Zustand (Herbst2007)

war zunächst nicht besonders aufwendig, In den vorhanden Steintrögen, die nur versetzt wurden, wurde die hässlichen Friedhofsgewächse raus genommen und die auch vorhandenen dauerhaften Küchenkräuter zusammengefasst und einige neue gekauft. die Tröge erhielten eine Mischung aus grobem Sand, Boden vom Acker und viel Roh-Mulch, mit einer großen Zugabe von Bio-Humus. Alle diese Materialien bekommt man hier in der regionalen Kompostieranlage.

Das Wiesenteil vor dem Haus soll jedoch im nächtem Frühjahr umgestaltet werden, Die Fläche liegt teilweise im Dauerschatten. Auch ist das Mähen bei den vielen Winkeln mit Bordsteinkanten zu mühsam.

Der Zaun (Foto unten) wurde erneuert, es ist nun etwas transparenter. Auch der aggressive Ockerton ist verschwinden. Naturbelassenes Holz ist der Gegend entsprechend geeigneter.





















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vorgartwen


Gestaltung Frühjahr 2008

Der Rasen wurde abgehoben, die Grasnarbe diente als im hinteren Gartenbereich um Unebenheiten aufzufüllen. Der Randbereich mit Stauden blieb erhalten. Auch die Kiesschüttung entlang der Hauswand blieb unverändert.

Es wurde wie ein flaches Hügelbeet angelegt, wobei das natürliche Gefälle berücksichtigt werden musste. Als Umfassung sind alte Granitblöcke verwendet worden. Diese bekam ich preisgünstig von einer Baustelle.

Die Trittflächen wurden 1-Spaten tief ausgehoben, mit Grobsplitt zur Hälfte gefüllt, darauf kam eine Abdeckung aus wasserdurchlässiger Vliesfolie. Der Endbelag ist Buntkies.



Gesamtansicht mit Beschreibung Grundstück/Gebäude

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Bepflanzung:

Es sollen ausschließlich dauerhafte bzw. sich selbst aussähende Pflanzen verwendet werden. Im Winter muß zudem innerhalb der Schattenpartie Freiraum für Dachlawinen geschaffen werden. Sträucher, die abknicken könnten, sind daher nicht geeignet.

Die Gladiolen und Dahlien als Ausnahme sind dieses Jahr einsetzt worden, sie wuchsen üppig und blühten bis lange in den Herbst.

die nicht besetzten Pos. werden im Herbst gesetzt.








Inzwischen ist der Vorgarten üppig angewachsen. Es blühlt von der Schneeschmelze bis in den Spätherbst.


Der Garten hinterm Haus

Plattenwege

Der Wiese auf der Rückseite ums Haus herum haben wir dann als erstes angenommen, um auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes überall hinzukommen, vor allem zur Werkstatt. Der Zugang zur Werkstatt musste teils abgetragen, teils aufgefüllt werden, das Schmelz- & Regen-Wasser lief in Richtung Haus. Mehrere Stufen gleichen das Gelände schön aus. Ein großzügiger Sitzplatz (rechts) wurde auch noch angelegt.

Wichtig ist dabei eine sichere Abstützung nach Süden, da der Boden bei Nässe und Schnee nachgibt.

Rabatte

Der Boden entlang des Schuppens ( unter dem langen Balkon) wurde wie beim Steingarten bearbeitet. Es kamen zunächst verschiedenen Bodendecker und Blumenzwiebeln rein.

2 Tomatenpflänzchen gaben uns im Sommer überaus üppig Früchte, das ermutigte uns 2 Weinreben zu setzten. Diese tragen inzwischen reichlich - der Bayerwald hier 700 m ist also gar nicht so wüst!









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hinerer Garten




Steingarten

Das verwahrloste Garten-Eck (links neben dem WC) weist starkes Gefälle auf. es bietet sich als Steingarten oder dergleichen an. Es bekam ein vollkommen neues Gesicht.

Nachdem ich 2 Spaten tief umgegraben hatte, dabei riesige Steinbrocken heraus kamen, und der Unrat von Jahrzehnten auf der Mülldeponie entsorgt war , kamen einige Säcke Sand, Humus, Gartenerde, Mulch auf den Acker. Eine erste Aussaat mit Mangold, Bohnen, Winterrettich und etwas Küchenkräuter brachten super Erträge.

Im Herbst wurden dann Kletterrosen, Parkrosen und Unterpflanzung aufgebracht. der unter Teil ist bereits von Beginn an als naturnaher Steingarten ausgebaut worden, auch da wuchert es inzwischen sehr schön.



Wiese

Die gesamte Wiese ist pflegetechnisch unterteilt: direkt ums Haus ist ein schmaler Streifen mit Stauden etc, dann folgt ein Steinplattenweg, danach abschüssig Wiese, die hin und wieder mal gemäht wird, falls nicht gerade Wildblumen blühen.



Ansonsten ist der Garten als Wildwiese mit üppiger Blumenpracht soweit wie möglich naturbelassen. Er wird 3-4 mal geschnitten, das war's dann auch. Nur der kleine Bereich neben dem Haus und ein Streifen bis zum Brunnen darf öfter dran glauben.



Die Wiese fast das ganze Jahr mit bunter Blumenpracht eine Augenweide, selbst seltene Pflanzen, die angeblich längst nahezu ausgestorben sein sollen, konnten wir finden. Das, was allenthalben als Unkraut verpönt gilt blüht und gedeiht hier üppig. In den Rabatten, Pflanztrögen und Beeten werden alle diese Pflänzchen wohl behütet weiter kultiviert.







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Üppige Blütenpracht

So können wir schon kurz nach der Schneeschmelze Faden-Ehrenpreis [Veronika filiformis]., Punella vulgaris bestaunen.

Die Walderdbeeren, bevölkern die Seitenränder. Massen von Gänseblümchen sind auch recht vorwitzig, ebenso wilde Veilchen. Sauerampfer und andere wilde Gewürzpflanzen sind überall zu finden.

Auf den Steinbrocken und Baumresten sind letztes Jahr Ableger von Wildrosen angepfanzt worden, sie überwuchern langsam sehr schön die Unebenheiten.

Weitere niedrige Bodendecker werden im Spätherbst gesetzt. Größere Beete mit Farnen und Hosta möchten wir noch ergänzen.


Wald-Unkräuter entsorgen

Bei Übernahme des Grundstücks standen 5 gewaltige Birken und ein maroder riesenhafter Ahornbaum auf der Wiese. (Bild Abt.Wiese). Es gab also wenig Licht, dafür viele Blätter im Herbst und massig Ungeziefer. Nach einer Umfrage in der Gemeinde und bei den Nachbarn wurde das Grundstück von den "Wald-Unkräutern" - wie es hier heißt - befreit. Die Nachbarschaft bot sich freiwillig an, uns kostenlos das gesamte Holz zu entfernen.

Mit schwerem Gerät verwandelte sich die Wiese in eine Wildnis. 3 Tage hatten 4 Mann zu tun. Hier lernte ich ein Werkzeug kennen, daß später in ähnlicher Form auch mir gute Dienste leistete. Die Hauer benutzten alle stabile Macheten, mit denen die Äste in Windeseile abgeschlagen werden konnten. Lediglich bei den ganz dicken Stämmen kam die Kettensäge zum Einsatz.

Danach durfte sich die Wiese erholen, was ihr sichtlich leicht war. das Heu im Herbst fiel sehr gut aus.

Das Mehr an Sonnenlicht wirkte sich im Herbst nicht nur positiv auf den Beeten aus sondern war auch ein Bereicherung auf dem Balkon. Zudem war die Fernsicht um einiges besser.

Die stehengebliebenen Baumstümfe und Wurzelreste, die teilweise oberirdisch sind und somit viele tiefe Bodenmulden bilden (Felsuntergrund), habe ich später mit starkwüchigen Bodendeckern, und Heckenbepfanzung kaschiert.

Im darauffolgenden Herbst hben wir dann die verbleibenden Obstbäume von einem Fachmann radikal beschneiden lassen.





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Baumfällung



Vordergrund: erweiterte Brunnenpartie, rechts: neues Staudenbeet, Hintergrund:Wein-&Kletterrosen an Balkonwand


Regenwasserentsorgung

Unterhalb des Plattenweg in Richtung Wiese habe ich zur besseren Dränage der Wege und Hänge einen Graben gezogen, der mit alten Betonsteinen der Garagenauffahrt in V-Form ausgelegt ist. Ein in den Boden eingelassenes Regenwasser-Rohr vom Hauseck zur Rinne entsorgt darin das Wasser vom Dach ohne die Wiese zu matschig zu machen. Es mündet in eine Senke im mittleren Wiesenteil. Dort können sich die andernorts ausgerotteten Sumpfdotterblumen und Sumpfgräser austoben.

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Sitzplätze

Eine Bank links seitlich am Schuppen lädt zu Verweilen in der Sonne ein. Diese ist jedoch oftmals derart kräftig, daß wir den großen Sonnenschirm vom rechten Sitzplatz umstellen mußten, dort ist jetzt ein Sonnensegel montiert mit einem kleinen Spalier, an dem inzwischen Himbeeren ranken.



Quellwasser

Mittig in der Wiese ist ein Naturbrunnen, der uns vom Nachbargrundstück über eine Pipeline mit Oberflächensickerwasser des nordseitig gelegenen Vorgebirges unseres Hausbergs Rachel versorgt. Ein Kanalrohr füllt eine Regentonne, die im Boden versenkt ist. Ein Betonring dient als Abschluß. Der Überlauf wird ins dritte Grundstück geleitet.

Eine Saug-Rohrleitung unter der Grasnarbe geht zum Schuppen. Dort steht eine Pumpe, mit der das Wasser überall hin gebracht werden kann.

Die zusätzliche Handschwengelpumpe über dem Schachtring dient zur Dekoration und als zusätzliche Wasserentnahme per Hand.

Mit einem Rosenspalier und einer großzügen Beeteinfassung ist das Brünnchen letztes Jahr erweitert worden.


Obst

Die bereits vorhandenen Apfel-, Kirschen-, Birnbäume und 2 Stachelbeer-sträucher haben wir ergänzt mit Schwarzen und Roten Johannesbeerbüschen. Auch eine Himbeerhecke vor dem Sitzplatz ist angelegt.

Einige Schlehenbüsche dienen als Hecke. Der gesamte Randbereich der Wiese ist voll mit wilden Walderdbeeren. Sie sind zwar klein, schmecken aber prima.

Einem Pflaumenbaum und ein Holunderstrauch wird folgen.

Am Balkon-Spalier hat sich der Wein breitgemacht.


Erdbeerbeet

Auch gibt es noch wie oben erwähnt einen Hang, der früher als Kompost-Ablage genutzt wurde. Er ist nach unten durch eine schönen Felsbrocken begrenzt. Nachdem die Brennnesseln und Dornen ausgegraben waren - ein Arbeit für Sträflinge - kam hervorragender Boden zu Tage. Das Beet ist nun mit Garten-Erdbeeren bepflanzt, der Ertag ist überreich. Als Sichtschutz ist die Brombeerhecke gesäubert worden und nun schön an Spaliere gebunden. Aus den ehemaligen Birkenstümfen wachesen kleine Büche, die Sicht- und Windschutz bieten.

Kräuter

Da wir leidenschaftlich gute Küche bevorzugen, müssen immer frische Kräuter greifbar sein. So ist es nicht verwunderlich, daß im ganzen Garten an geeigneten Stellen duftende und aromatische Pflanzen wachsen, oftmals als Bodendecker.

Bergbohnenkraut, Borretsch, Kerbel, Knobi, Lavendel, Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Salbei, Schnittlauch, Staudensellerie, Thymian, Waldmeister, Zwiebeln, Zitronenmelisse.


Frühbeet

Oben auf dem Plateau habe ich ein großes Frühbeet gebaut, 3,60m x 160m x 40 cm. Es ist überwiegend aus Restmaterial gebaut, daher sehr preisgünstig. Der Rahmen besteht aus dicken rohen Brettern, die mit 12x12cm- starken Pfosten im Erdreich befestigt sind. Diese rustikale Art paßt auch besser in die Wildnis als ein Metall-Folien-Kasten. Der Boden ist mit Drahtgeflecht gegen Maulwürfe und Mäuse gesichert. Im Sommer kann mit Folien-Fenstern abgedeckt werden. Diese bestehen aus alten Dachlatten und Querstreben vom Gartenzaun, Dies ist hauptsächlich gemacht, um ein Durchhängen der Folie bei Regen und Schnee zu verhindern.


Vermehrung, Anzucht, Salat

Um den Garten möglichst schnell mit Bodendeckern, neuen Stauden bestücken zu können, brauchten wir viele junge Pflanzen. Die wurden preisgünstig selber im Frühbeet aufgezogen.

Eine Hälfte ist als Aufzuchtstation voll mit Minipflänzchen bestückt, der anderen Teil dient als Salatabteil.

Zusätzlich ist dieses Jahr ein kleines Anzucht-Gewächshaus auf dem Balkon etabliert.


Gemüse

Im Frühbeet gedeiht zwar schon vieles – Salate aller Art haben wir darin rund ums Jahr ausreichend, Für Gemüse ist es doch zu klein und zu niedrig. Tomaten, Gurken, Kürbis, Zuchini, Paprika, Knoblauch, Staudensellerie wachsen überall zwischen den Blumen und Stauden. Versuche mit Kohl sind recht gut geworden und werden inzwischen regelmäßig angepflanzt. Aber dazu mußte ein richtiges Gemüsebeet her.

Dies haben wir 2010 realisiert. Nun gedeihen auch ausgefallenen und Gemüse das im hiesigen Supermarkt nicht zu finden ist: Pastinaken , Blau-Kohlrabi, Bamberger Hörnchen, Topnambur,


auch die seitliche Wiese bekam eine Steineinfassung, unter dem Balkon wurde ein Kiesbeet angelegt mit Putten und Modellbauten

die wilde Wiese ist nun etwas kultivierter, links Staudenbeet, rechts Brunnen, vor der Tanne ein Gemüsebeet, im Hintergrund überwachsene Baumstümpfe.


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Tiere

Ein reiches Tierleben ist natürlich auch vorhanden. Außer den vielen Vögeln und bunten Schmetterlingen.- hier gibt es noch fast alle heimischen Arten. - bevölkern einige Familien von Kröten diverse Schlupflöcher. Blindschleichen in uns bisher ungeahnten Mengen wandern im Gras und unter den Pflanzen umher. An warmen Tagen stoßen wir ständig auf Mauereidechsen. Auch Schlangen können wir hier beobachten. Im Winter finden wir Schneespuren von Hasen, Wildkaninchen und sogar Rehen. Ebenso Mardern und Hermelinen. Leider sind diese sehr scheu, sie schalten zwar die über Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung an, lassen sich aber nicht blicken.

Letzten Herbst hat sich eine Fledermaus in unserem Schuppen eingenistet. Die haben wir aber schnell freigesetzt. Sie wäre hier nicht durchgekommen. Igel sind aber gern gesehen, die helfen uns die unzähligen Schnecken zu bekämpfen.

Wenn es allerdings eine wirksame langfristige Lösung gegen Maulwürfe und Wühlmäuse gäbe, die wäre nützlich.

Aber wohl weniger optimal ist die Schneckenpopulation. Da ist regelmäßiges absammeln nach Regen angesagt.

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Fortsetzung folgt



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Autor: Karlhanns Spiegel ~ August.2010

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