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Haus & Garten

B. unser Garten
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Unser
Häuschen im wild romantischen Bayerwald
Haus & Garten
nachdem unser so genannter ruhigere Lebensabschnitt eingetreten
ist... , leben wir nun etwas abseits der gestressten Zeitgenossen.
Wir haben uns ein kleines Haus mit sehr viel Charme in schöner
Landschaft abseits der Ballungszentren gekauft. Das bedeutet aber
nicht unbedingt Müßiggang. Unser frisch erworbenes Haus -
etwas in die Jahre gekommen – will dem allgemeinen Standard
angepasst werden; ebenso möchten wir bald einen zwar wilden aber
dennoch schönen und praktischen Garten haben.
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Bestandsaufnahme
Klima im Bayrischen Wald.
Die Gegend ist geprägt durch rauhes
Kontinental-Klima mit lang anhaltendem knackigen Winter und nur sehr
kurzen Übergangszeiten Frühling und Herbst. Als Ausgleich
sind Sommer und Winter umso intensiver zu erleben.
Die Niederschlagswerte in der Region sind nicht übermäßig
hoch. Die Lage der im Norden gelegen Gebirgskette über Arber,
Rachel,
Lusen in gleicher
Richtung wie die feuchten Winde (von west-ost) verhindern
Steigungsniederschlag, die Gewitterneigung in den Sommermonaten ist
ebenfalls normal wobei die Regenmengen bis 1500 mm erreichen.
Der Schneereichtum ist bekannt. Je nach Winter kann die Schneehöhe
bis über 2,50 m betragen. Schnee bis Anfang Mai sind normal.
Der Alpenföhn macht sich sehr schön bemerkbar, sodaß
oft die Kette der Alpen gut zu sehen ist. Foto:
Wettersteingebirge vom Balkon aus
Auffallend ist die geringe Luftfeuchtigkeit. Wir haben lange
Perioden mit einer rel. Feuchte unter 40% gemessen, im Winter sogar
nur 35%. Diese klare Luft ist mit verantwortlich für den Sternen
besäten Nachthimmel und entsprechende Abkühlung und die
extreme Sonneneinstrahlung bei Tage und damit verbundene Wärme
bei Sonnenschein. Auf dieses Wechselbad muß immer Rücksicht
genommen werden.
mehr
zum regionalen Klima
Gebäude und Garten
Das Haus (1935) , landschaftstypisch mit viel Holz, steht in einer
freien Wohngegend an einem Hang mit fantastischer Fernsicht.
Das Gesamtgelände ist 1470 m², das Haus steht im oberen
Teil.
Der Vorgarten war bereits recht schön angelegt, wobei der
Eingangsbereich sich allerdings als zu klein erwiesen hat, im
hinteren Bereich ist nur wilde Wiese, auch gibt es keinen Weg oder
ähnliches ums Haus herum.
Die Bodenanalyse ergab recht positives: optimaler Mineral-Humus
eher sauer/neutral, sehr gute Entwässerung, nie künstlich
gedüngt , Südseite, windgeschützt . Die Temperaturen
in Hausnähe sind für die Gegend und Gebirgslage recht hoch.
Problematisch ist jedoch der sehr steinige Boden. Aber das kann in
unmittelbarer Nähe der urweltlichen Gebirgsformation nicht
anders erwartet werden. Vorherrschend ist das überaus harte
Gestein Gneis, Quarz und Granit. Bei jedem Spatenstich finden wir
irgendwas hartes.
Mehr
zur Geologie
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Ohne
das richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein Haus zu renovieren
oder eine größeren Garten umzugestalten.
Lieber ein
Gerät weniger aber alles in optimaler Qualität.
Der sparsame
kauft das beste -
der geizige kauft mehrmals
Werkzeug und Maschinen
Es erwies sich als notwendig, die Geräte und Werkzeuge
grundlegend zu durchforsten. Einiges hatte ich bereits in guter
Profiqualität, manches war aber zusätzlich nützlich
oder gar zwingend notwendig.
Dazu mehr Details
Die übliche Gartengerätschaft haben wir beim Erwerb des
Anwesens mit übernommen, allerdings wird einiges wohl in Kürze
in besserer Qualität ausgetauscht werden müssen,
insbesondere ein neuer Spaten, eine richtige Grabgabel und breite
Metallrechen sind von Nöten.
Kreiselmäher
Vorrangig war es ein Rasen-Wiesen-Schneider. Der
Standard-Rasenmäher war zwar recht nett für einen
Vorgarten, machte aber bald schlapp, als er für die Wiese
hinterm Haus benutzt wurde, Ich schaffte mir nach intensiver Suche
einen robusten 6PS-starken Kreiselmäher
an. Der schafft hohes Gras und Gestrüpp und ist ebenfalls für
Feinschnitt bestens geeignet. Die Unebenheiten und Gefälle sind
damit ohne großen Körpereinsatz dank großvolumiger
Antiebsräder und guter Untersetzung bequem zu bewältigen.
Allerdings sind enge Kurven nicht ganz einfach.
Pflege:
In größeren Intervallen – je nach Schnittmenge -
werden die Messer auf dem Schleifbock wieder geschliffen. Das ist
auch recht einfach, die massiven Messer aus Eisen sind lediglich mit
Schrauben am Tellerrad angebracht. Ansonsten fällt abgesehen von
Reinigen und leichtem Ölen aller Metallteile keine Wartung an.
Ölwechsel ist nur in langen Zeiträumen notwendig.
Freischneider
Als nächstes kam ein Freischneider mit Messer hinzu, um
einfacher die Kanten um die Steinbrocken und unwegsamen steilen
Stellen unter Sträuchern im Herbst bearbeiten zu können.
Auch der holprige und steinige Aussenbereich vor dem unteren
Gartenteil kann nur mit derartigem Gerät vernünftig
bearbeitet werden. Hier haben wir uns für eine stärkere
Variante entschieden. Auch die positiven Erfahrungsberichte
haben uns zu dem Entschluss ermuntert. Bei einer Auktion konnten wir
einen STIHL-FS80 zu annehmbaren Preis bekommen.
Khukuri
Nach den Erfahrungen der inzwischen vergangenen 2 Jahre scheint
mir das Bearbeiten der Wiesenränder und unter den Gebüschen
mit den Baumarkt-Geräten eine Zumutung. Das angebotene Werkzeug
ist einfach zu instabil, Ich habe daher gründlich recherchiert
und letztendlich das Khukuri, ein stabiles universelles Gerät
gefunden, das als Allzweck-Werkzeug alle Ehre macht. Es entstammt
auch einem ganz anderen Interessensgebiet, nämlich der
professionellen Jagt- und Forstwirtschaft. Bereits bei der Aktion
Waldunkraut entsorgen habe
ich erstmals diese Werkzeuge im Einsatz gesehen. Fotos
Ich entschied mich für die gewinkelte sichelähnliche
Klinge, die bei allen Khukuris üblich ist. da man wohl annehmen
darf, daß diese Konstruktion aus den jahrhundertelangen
Erfahrungen in den Herkunftsländern entstanden und für
geeignet befunden sein müßte. Die Grundform der Khukuris
geht (sehr wahrscheinlich) auf Alexander den Großen zurück,
der die kopflastige Klinge in Form des Copesh (Kopis und andere
Schreibweisen) mit seiner Armee nach Asien brachte, wo sie in
verschiedenen Formen noch heute gebräuchlich ist. In dem Khukuri
stecken also die Erfahrungen von über 2000 Jahren, in der
Grundform praktisch unverändert und mit einem sehr breiten
Anwendungs-Spektrum. Ich bin überzeugt, daß für
unsere Gegebenheiten damit den stabilen Grasbüscheln,
Brennesseln sowie dem Gestrüpp um Baumstümpfe und an den
aus der hohen Wiese herausragende Felsen im Naheinsatz
besser beizukommen ist als mit den längeren geraden Macheten,
die eher für weiches Material konzipiert sind. Auch der
Herbst-Schnitt der recht massiven Stauden ist damit problemlos zu
bewerkstelligen,
Schaut halt mal hier rein:
http://www.gurkha-imports.com/content/reviews/
Warum eine derartiges Gerät in den einschlägigen
Gartenforen und selbst im Gartenbau-Spezial-Versandhandel derart
stiefmütterlich behandelt wird ist mir ein Rätsel, aber
dazu ist um die Ecke gucken angesagt. Es könnte
aber auch daher kommen, daß das Deutsche Waffengesetz recht
unklar definiert.
Etwas zum Waffengesetz
Unter der Adresse
http://www.messerforum.net/initiative/pages/rechtslage-waffengesetz-und-messer.php
kann der wesentliche Text nachgelesen werden.
Macheten und artverwandte Geräte sind im Sinne des WaffGs
Werkzeuge und fallen aufgrund ihrer Zweckbestimmung
damit nicht unter das Verbot des § 42a, Artikels § 1 Abs. 2
Nr. 2a und 2b.
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Planung
Eine gute Gestaltungsanalyse und Zielplanung macht die
eigentliche Arbeit um einiges leichter.
Zunächst habe ich Grundrisszeichnungen mit dem PC
erstellt, den Istzustand analysiert und den Sollzustand eingefügt.
Die voraussichtlichen Arbeitsschritte sind gleich mit
notiert worden, ebenso das erforderliche Material, sowie alle
Hilfsmittel.
Was geht – was geht nicht
Bei aller Liebe zu einer englischen Parklandschaft, hier herrschen
andere Gesetze und demnach Prioritäten.
Der erste Winter in dieser Umgebung hat es demonstriert, es müssen
unbedingt freie Flächen rund ums Haus belassen bleiben um die
Schneemengen vom Dach abzulagern, auch sollte es bequem sein etwaige
Schneemassen aus der Einfahrt und des Eingangsbereichs abzulegen. Die
Schneemaschine muss ungehindert überall hin können. Dazu
kann links seitlich das Zaunelement abgenommen
werden.
Im Sommer ist es ansprechend warm, und die Sonne äußerst
stark. so muss auch schon Vormittags ein schattiger Ruheplatz
eingeplant sein, aber auch sonnige Sitzstellen sind einzuplanen.
Für die Bepflanzung ist zu bedenken, dass nur solche Gewächse
geeignet sind, die sowohl der Trockenheit und Sonne der Sommers als
auch der Kälte und Schneelast trotzen.
Es konnte also losgehen.
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Der Vorgarten
Zustand (Herbst2007)
war zunächst nicht besonders aufwendig, In den vorhanden
Steintrögen, die nur versetzt wurden, wurde die hässlichen
Friedhofsgewächse raus genommen und die auch vorhandenen
dauerhaften Küchenkräuter zusammengefasst und einige
neue gekauft. die Tröge erhielten eine Mischung aus grobem
Sand, Boden vom Acker und viel Roh-Mulch, mit einer großen
Zugabe von Bio-Humus. Alle diese Materialien bekommt man hier in
der regionalen Kompostieranlage.
Das Wiesenteil vor dem Haus soll jedoch im nächtem
Frühjahr umgestaltet werden, Die Fläche liegt teilweise
im Dauerschatten. Auch ist das Mähen bei den vielen Winkeln
mit Bordsteinkanten zu mühsam.
Der Zaun (Foto unten) selbst wird demnächst erneuert, es
soll etwas transparenter, zarter sein, Auch der aggressive
Ockerton wird verschwinden. Naturbelassenes Holz, imprägniert
ist der Gegend entsprechend geeigneter.
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Gestaltung Frühjahr 2008
Der Rasen wurde abgehoben, die Grasnarbe diente als im
hinteren Gartenbereich um Unebenheiten aufzufüllen. Der
Randbereich mit Stauden blieb erhalten. Auch die Kiesschüttung
entlang der Hauswand blieb unverändert.
Es wurde wie ein flaches Hügelbeet angelegt, wobei
das natürliche Gefälle berücksichtigt werden
musste. Als Umfassung sind alte Granitblöcke verwendet
worden. Diese bekam ich preisgünstig von einer Baustelle.
Die Trittflächen wurden 1-Spaten tief ausgehoben, mit
Grobsplitt zur Hälfte gefüllt, darauf kam eine
Abdeckung aus wasserdurchlässiger Vliesfolie. Der Endbelag
ist Buntkies.
Gesamtansicht
mit Beschreibung Grundstück/Gebäude
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Bepflanzung:
Es sollen ausschließlich dauerhafte bzw. sich selbst
aussähende Pflanzen verwendet werden. Im Winter muß
zudem innerhalb der Schattenpartie Freiraum für Dachlawinen
geschaffen werden. Sträucher, die abknicken könnten,
sind daher nicht geeignet.
Die Gladiolen und Dahlien als Ausnahme sind dieses Jahr
einsetzt worden, sie wuchsen üppig und blühten bis lange
in den Herbst.
die nicht besetzten Pos. werden im Herbst gesetzt.
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Der Garten hinterm Haus
Plattenwege
Der Wiese auf der Rückseite ums Haus herum haben wir dann als
erstes angenommen, um auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes
überall hinzukommen, vor allem zur Werkstatt. Der Zugang zur
Werkstatt musste teils abgetragen, teils aufgefüllt werden,
das Schmelz- & Regen-Wasser lief in Richtung Haus. Mehrere
Stufen gleichen das Gelände schön aus. Ein großzügiger
Sitztplatz (rechts) wurde auch noch angelegt.
Wichtig ist dabei eine sichere Abstützung nach Süden,
da der Boden bei Nässe und Schnee nachgibt.
Rabatte
Der Boden entlang des Schuppens ( unter dem langen Balkon)
wurde wie beim Steingarten bearbeitet. Es kamen verschiedenen
Bodendecker und Blumenzwiebeln rein,
2 Tomatenpflänzchen gaben uns im Sommer überaus
üppig Früchte, das ermutigte uns 2 Weintrauben zu
setzten. In der Nachbarschaft wachsen ebensolche bis zum Dach und
tragen reichlich - der Bayerwald hier 700 m ist also gar nicht so
wüst!
Regenwasserentsorgung
Unterhalb des Plattenweg in Richtung Wiese habe ich zur
besseren Dränage der Wege und Hänge einen Graben
gezogen, der mit alten Betonsteinen der Garagenauffahrt in V-Form
ausgelegt ist. Ein in den Boden eingelassenes Regenwasser-Rohr
vom Hauseck zur Rinne entsorgt darin das Wasser von Dach ohne die
Wiese zu matschig zu machen. Es mündet in eine Senke im
mittleren Wiesenteil. Dort können sich die andernorts
ausgerotteten Sumpfdotterblumen und Sumpfgräser austoben.
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Wiese
Die gesamte Wiese ist
pflegetechnisch unterteilt: direkt ums Haus ist ein schmaler
Streifen mit Stauden etc, dann folgt ein Steinplattenweg, danach
abschüssig Wiese, die hin und wieder mal gemäht wird,
falls nicht gerade Wildblumen blühen.
Mittig in der Wiese ist ein Naturbrunnen, der uns vom
Nachbargrundstück über eine Pipeline mit
Oberflächensickerwasser des nordseitig gelegenen Gebirges
(Grosser Arber) versorgt. eine Saug-Rohrleitung in der Grasnarbe
geht zum Schuppen. Dort steht eine Pumpe, mit der das Wasser
überall hin gebracht werden kann.
Ansonsten ist der Garten als Wildwiese mit üppiger
Blumenpracht soweit wie möglich naturbelassen. Er wird 3-4
mal geschnitten, das war's dann auch. Nur der kleine Bereich
neben dem Haus und ein Streifen bis zum Brunnen darf öfter
dran glauben.
So ist die Wiese fast das ganze Jahr mit bunter Blumenpracht
eine Augenweide, selbst seltene Pflanzen, die angeblich längst
nahezu ausgestorben sein sollen, konnten wir finden. Das was
allenthalben als Unkraut verpönt gilt blüht und gedeiht
hier üppig. In den Rabatten, Pflanztrögen und Beeten
werden alle diese Pflänzchen wohl behütet weiter
kultiviert.
So können wir schon kurz nach der Schneeschmelze
Faden-Ehrenpreis [Veronika filiformis]., Punella vulgaris
bestaunen, . Die Walderdbeeren, bevölkern die Seitenränder,
Massen von Gänseblümchen sind auch recht vorwitzig,
ebenso wilden Veilchen. Sauerampfer und andere wilde
Gewürzpflanzen sind überall zu finden. Auf den
Steinbrocken und Baumresten sollen in Kürze Waldbeeren und
Preisselbeeren wuchern.
Im Herbst können wir auf eigene Pilze zurückgreifen,
so überraschte es uns doch sehr, Röhrlinge und
Birkenpilze ernten zu können. und sogar noch an Nachbarn
verteilen zu können.
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Wald-Unkräuter
entsorgen
Bei Übernahme des Grundstücks standen 5 gewaltige
Birken und ein maroder riesenhafter Ahornbaum auf der Wiese. Es
gab also wenig Licht, dafür viele Blätter im Herbst und
massig Ungeziefer. Nach einer Umfrage in der Gemeinde und bei den
Nachbarn wurde das Grundstück von den "Wald-Unkräutern"
- wie es hier heißt - befreit. Die Nachbarschaft bot sich
freiwillig an, uns kostenlos das gesamte Holz zu entfernen.
Mit schwerem Gerät verwandelte sich die Wiese in eine
Wildnis. 3 Tage hatten 4 Mann zu tun. Hier lernte ich ein
Werkzeug kennen, daß später in ähnlicher Form
auch mir gute Dienste leistete. Die Hauer benutzten alle stabile
Macheten, mit denen die Äste in Windeseile abgeschlagen
werden konnten. Lediglich bei den ganz dicken Stämmen kam
die Kettensäge zum Einsatz.
Danach durfte sich die Wiese erholen, was ihr sichtlich leicht
war. das Heu im Herbst fiel sehr gut aus.
Das Mehr an Sonnenlicht wirkte sich im Herbst nicht nur
positiv auf den Beeten aus sondern war auch ein Bereicherung auf
dem Balkon. Zudem war die Fernsicht um einiges besser.
Die stehengebliebenen Baumstümfe und Wurzelreste, die
teilweise oberirdisch sind und somit viele tiefe Bodenmulden
bilden (Felsuntergrund), habe ich später mit starkwüchigen
Bodendeckern, und Heckenbepfanzung kaschiert.
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Steingarten
Das Garten-Eck (links neben dem WC) weist starkes Gefälle
auf. es bietet sich als Steingarten oder dergleichen an. Es bekam
ein vollkommen neues Gesicht.
Nachdem ich 2 Spaten tief umgegraben hatte, dabei riesige
Steinbrocken heraus kamen, und der Unrat von Jahrzehnten auf der
Mülldeponie entsorgt war , kamen einige Säcke Sand,
Humus, Gartenerde, Mulch auf den Acker. Eine erste Aussaat mit
Mangold, Bohnen, Winterrettich und etwas Küchenkräuter
brachten super Erträge.
Im Herbst wurden dann Kletterrosen, Parkrosen und
Unterpflanzung aufgebracht. der unter Teil ist bereits von Beginn
an als naturnaher Steingarten ausgebaut worden, auch da wuchert
es sehr schön.
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Sitzplätze
Eine Bank links seitlich am Schuppen lädt zu Verweilen in
der Sonne ein. Diese ist jedoch oftmals derart kräftig, daß
wir den großen Sonnenschirm vom rechten Sitzplatz umstellen
mußten, dort ist jetzt ein Sonnensegel montiert mit einem
kleinen Spalier, an dem inzwischen Himbeeren ranken.
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Quellwasser
Eine Quelle im Nachbargrundstück liefert uns und die
Nachbarn das ganze Jahr sauberes Quellwasser aus dem Gebirge. Ein
Kanalrohr füllt eine Regentonne, die im Boden versenkt ist.
Ein Betonring dient als Abschluß. (siehe Bild Sitzplätze)
Der Überlauf wird ins dritte Grundstück geleitet. Über
eine Pumpe (im Schuppen) ist die kostenlose Wasserversorgung für
den Garten gesichert. Die zusätzliche Handschwengelpumpe
über dem Schachtring dient zur Dekoration und als
zusätzliche Wasserentnahme per Hand. Das Saugrohr ist in die
Tonne geleitet. Im Boden ist ein Abfluss der ebenfalls zur Tonne
führt.
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Obst
Die bereits vorhandenen Apfel-, Kirschen-, Birnbäume und
2 Stachelbeer-sträucher haben wir ergänzt mit einem
Pflaumenbaum, einem Holunderstrauch und Schwarzen und Roten
Johannesbeerbüschen. Auch eine Himbeerhecke ist angelegt.
Einige Schlehenbüsche dienen als Hecke. Der gesamte
Randbereich der Wiese ist voll mit wilden Walderdbeeren. Sie sind
zwar klein, schmecken aber prima.
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Erdbeerbeet
Weiter unten gibt es noch wie oben erwähnt einen Hang,
der früher als Kompost-Ablage genutzt wurde. Er ist nach
unten durch eine schönen mannshohen Felsbrocken begrenzt.
Nachdem die Brennnesseln und Dornen ausgegraben waren - ein
Arbeit für Sträflinge - kam hervorragender Boden zu
Tage. Das Beet ist nun mit Garten-Erdbeeren bepflanzt, der Ertag
ist sehr gut. Als Sichtschutz ist die Brombeerhecke gesäubert
worden und nun schön an Spaliere gebunden.
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Frühbeet
Oben auf dem Plateau habe ich ein großes Frühbeet
gebaut, 3,60m x 160m x 40 cm. Es ist überwiegend aus
Restmaterial gebaut, daher sehr preisgünstig. Der Rahmen
besteht aus dicken rohen Brettern, die mit 12x12cm- starken
Pfosten im Erdreich befestigt sind. Diese rustikale Art paßt
auch besser in die Wildnis als ein Metall-Folien-Kasten. Der
Boden ist mit Drahtgeflecht gegen Maulwürfe und Mäuse
gesichert. Im Sommer kann mit Folien-Fenstern abgedeckt werden.
Diese bestehen aus alten Dachlatten und Querstreben vom
Gartenzaun, Dies ist hauptsächlich gemacht, um ein
Durchhängen der Folie bei Regen und Schnee zu verhindern.
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Vermehrung, Anzucht, Salat
Um den Garten möglichst schnell mit Bodendeckern, neuen
Stauden bestücken zu können, brauchen wir viele junge
Pflanzen. Die werden nun preisgünstig selber im Frühbeet
aufgezogen. Die ersten Versuche waren
erfolgreich.
Eine Hälfte ist als Aufzuchtstation
voll mit Minipflänzchen bestückt, der anderen Teil
dient als Salatabteil. Und zur Anzucht von Gemüsepflänzchen.
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Gemüse
Im Frühbeet gedeiht zwar schon
vieles - Salat haben wir darin rund ums Jahr ausreichend, Für
Gemüse ist es doch zu klein und zu niedrig. Tomaten, Gurken,
Kürbis, Zuchini wachsen überall zwischen den Blumen und
Stauden. Versuche mit Kohl sind recht gut geworden und werden
wohl regelmäßig angepflanzt werden. Aber dazu muß
ein richtiges Gemüsebeet her.
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Tiere
Ein reiches Tierleben ist natürlich auch vorhanden. Außer
den vielen Vögeln und bunten Schmetterlingen.- hier gibt es
noch fast alle heimischen Arten. - bevölkern einige Familien
von Kröten diverse Schlupflöcher. Blindschleichen in
uns bisher ungeahnten Mengen wandern im Gras und unter den
Pflanzen umher. An warmen Tagen stoßen wir ständig auf
Mauereidechsen. Auch Schlangen können wir hier beobachten.
Im Winter finden wir Schneespuren von Hasen, Wildkaninchen und
sogar Rehen. Ebenso Mardern und Hermelinen. Leider sind diese
sehr scheu, sie schalten zwar die über Bewegungsmelder
gesteuerte Beleuchtung an, lassen sich aber nicht blicken.
Letzten Herbst hat sich eine Fledermaus in unserem Schuppen
eingenistet. Die haben wir aber schnell freigesetzt. Sie wäre
hier nicht durchgekommen. Igel sind aber gern gesehen, die helfen
uns die unzähligen Schnecken zu bekämpfen.
Wenn es allerdings eine wirksame langfristige Lösung
gegen Maulwürfe und Wühlmäuse gäbe, die wäre
nützlich.
Aber wohl weniger optimal ist die Schneckenpopulation. Da ist
regelmäßiges absammeln nach Regen angesagt.
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Fortsetzung
folgt
eine kleine Bilderserie unter
Fotos
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Autor: Karlhanns Spiegel ~ März.2008
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