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Haus & Garten

B. unser Garten
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Unser
Häuschen im wild romantischen Bayerwald
Haus & Garten
nachdem unser so genannter ruhigere Lebensabschnitt eingetreten
ist... , leben wir nun seit Ende 2006 etwas abseits der gestressten
Zeitgenossen. Wir haben uns ein kleines Haus mit sehr viel Charme in
schöner Landschaft abseits der Ballungszentren gekauft. Das bedeutet
aber nicht unbedingt Müßiggang. Unser frisch erworbenes Haus -
etwas in die Jahre gekommen – will dem allgemeinen Standard
angepasst werden; ebenso möchten wir bald einen zwar wilden aber
dennoch schönen und praktischen Garten haben.
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Bestandsaufnahme
Klima im Bayrischen Wald.
Die Gegend ist geprägt durch rauhes
Kontinental-Klima mit lang anhaltendem knackigen Winter und nur sehr
kurzen Übergangszeiten Frühling und Herbst. Als Ausgleich sind
Sommer und Winter umso intensiver zu erleben.
Die Niederschlagswerte in der Region sind nicht übermäßig hoch.
Die Lage der im Norden gelegen Gebirgskette über Arber,
Rachel,
Lusen in gleicher
Richtung wie die feuchten Winde (von west-ost) verhindern
Steigungsniederschlag, die Gewitterneigung in den Sommermonaten ist
ebenfalls normal wobei die Regenmengen bis 1500 mm erreichen.
Der Schneereichtum ist bekannt. Je nach Winter kann die Schneehöhe
bis über 2,50 m betragen. Schnee bis Anfang Mai sind normal.
Der Alpenföhn macht sich sehr schön bemerkbar, sodaß oft die
Kette der Alpen gut zu sehen ist. Foto:
Wettersteingebirge vom Balkon aus
Auffallend ist die geringe Luftfeuchtigkeit. Wir haben lange
Perioden mit einer rel. Feuchte unter 40% gemessen, im Winter sogar
nur 35%. Diese klare Luft ist mit verantwortlich für den Sternen
besäten Nachthimmel und entsprechende Abkühlung und die extreme
Sonneneinstrahlung bei Tage und damit verbundene Wärme bei
Sonnenschein. Auf dieses Wechselbad muß immer Rücksicht genommen
werden.
mehr
zum regionalen Klima
Gebäude und Garten
Das Haus (1935) , landschaftstypisch mit viel Holz, steht in einer
freien Wohngegend an einem Hang mit fantastischer Fernsicht.
Das Gesamtgelände ist ca 1500 m², das Haus steht im oberen Teil.
Der Vorgarten war zwar bereits angelegt, wobei der Eingangsbereich
sich allerdings als zu klein erwiesen hat. Im hinteren Bereich ist
nur wilde Wiese, auch gibt es keinen Weg oder ähnliches ums Haus
herum.
Die Bodenanalyse ergab recht positives: optimaler Mineral-Humus
eher sauer/neutral, sehr gute Entwässerung, nie künstlich gedüngt
, Südseite, windgeschützt . Die Temperaturen in Hausnähe sind für
die Gegend und Gebirgslage recht hoch.
Problematisch ist jedoch der sehr steinige Boden. Aber das kann in
unmittelbarer Nähe der urweltlichen Gebirgsformation nicht anders
erwartet werden. Vorherrschend ist das überaus harte Gestein Gneis,
Quarz und Granit. Bei jedem Spatenstich finden wir irgendwas hartes.
Mehr
zur Geologie
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Ohne
das richtige Werkzeug sollte niemand anfangen ein Haus zu renovieren
oder eine größeren Garten umzugestalten.
Lieber ein
Gerät weniger aber alles in optimaler Qualität.
Der sparsame
kauft das beste -
der geizige kauft mehrmals
Werkzeug und Maschinen
Es erwies sich als notwendig, die Geräte und Werkzeuge
grundlegend zu durchforsten. Einiges hatte ich bereits in guter
Profiqualität, manches war aber zusätzlich nützlich oder gar
zwingend notwendig.
Dazu mehr Details
Die übliche Gartengerätschaft haben wir beim Erwerb des Anwesens
mit übernommen, allerdings wird einiges wohl in Kürze in besserer
Qualität ausgetauscht werden müssen, insbesondere ein neuer Spaten,
eine richtige Grabgabel und breite Metallrechen sind von Nöten.
Kreiselmäher
Vorrangig war es ein Rasen-Wiesen-Schneider. Der
Standard-Rasenmäher war zwar recht nett für einen Vorgarten, machte
aber bald schlapp, als er für die Wiese hinterm Haus benutzt wurde,
Ich schaffte mir nach intensiver Suche einen robusten 6PS-starken
Kreiselmäher
an. Der schafft hohes Gras und Gestrüpp und ist ebenfalls für
Feinschnitt bestens geeignet. Die Unebenheiten und Gefälle sind
damit ohne großen Körpereinsatz dank großvolumiger Antiebsräder
und guter Untersetzung bequem zu bewältigen. Allerdings sind enge
Kurven nicht ganz einfach.
Pflege:
In größeren Intervallen – je nach Schnittmenge - werden die
Messer auf dem Schleifbock wieder geschliffen. Das ist auch recht
einfach, die massiven Messer aus Eisen sind lediglich mit Schrauben
am Tellerrad angebracht. Ansonsten fällt abgesehen von Reinigen und
leichtem Ölen aller Metallteile keine Wartung an. Ölwechsel ist nur
in langen Zeiträumen notwendig.
Freischneider
Als nächstes kam ein Freischneider mit Messer hinzu, um einfacher
die Kanten um die Steinbrocken und unwegsamen steilen Stellen unter
Sträuchern im Herbst bearbeiten zu können. Auch der holprige und
steinige Aussenbereich vor dem unteren Gartenteil kann nur mit
derartigem Gerät vernünftig bearbeitet werden. Hier haben wir uns
für eine stärkere Variante entschieden. Auch die positiven
Erfahrungsberichte
haben uns zu dem Entschluss ermuntert. Bei einer Auktion konnten wir
einen STIHL-FS80 zu annehmbaren Preis bekommen.
Khukuri
Nach den Erfahrungen der inzwischen vergangenen 2 Jahre scheint
mir das Bearbeiten der Wiesenränder und unter den Gebüschen mit den
Baumarkt-Geräten eine Zumutung. Das angebotene Werkzeug ist einfach
zu instabil, Ich habe daher gründlich recherchiert und letztendlich
das Khukuri, ein stabiles universelles Gerät gefunden, das als
Allzweck-Werkzeug alle Ehre macht. Es entstammt auch einem ganz
anderen Interessensgebiet, nämlich der professionellen Jagt- und
Forstwirtschaft. Bereits bei der Aktion Waldunkraut
entsorgen habe ich erstmals diese Werkzeuge im Einsatz gesehen.
Fotos
Ich entschied mich für die gewinkelte sichelähnliche Klinge, die
bei allen Khukuris üblich ist. da man wohl annehmen darf, daß diese
Konstruktion aus den jahrhundertelangen Erfahrungen in den
Herkunftsländern entstanden und für geeignet befunden sein müßte.
Die Grundform der Khukuris geht (sehr wahrscheinlich) auf Alexander
den Großen zurück, der die kopflastige Klinge in Form des Copesh
(Kopis und andere Schreibweisen) mit seiner Armee nach Asien
brachte, wo sie in verschiedenen Formen noch heute gebräuchlich ist.
In dem Khukuri stecken also die Erfahrungen von über 2000 Jahren, in
der Grundform praktisch unverändert und mit einem sehr breiten
Anwendungs-Spektrum. Ich bin überzeugt, daß für unsere
Gegebenheiten damit den stabilen Grasbüscheln, Brennesseln sowie dem
Gestrüpp um Baumstümpfe und an den aus der hohen Wiese
herausragende Felsen im Naheinsatz besser beizukommen
ist als mit den längeren geraden Macheten, die eher für weiches
Material konzipiert sind. Auch der Herbst-Schnitt der recht massiven
Stauden ist damit problemlos zu bewerkstelligen,
Schaut halt mal hier rein:
http://www.gurkha-imports.com/content/reviews/
Warum eine derartiges Gerät in den einschlägigen Gartenforen und
selbst im Gartenbau-Spezial-Versandhandel derart stiefmütterlich
behandelt wird ist mir ein Rätsel, aber dazu ist um die Ecke
gucken angesagt. Es könnte aber auch daher kommen, daß das
Deutsche Waffengesetz recht unklar definiert.
Etwas zum Waffengesetz
Unter der Adresse
http://www.messerforum.net/initiative/pages/rechtslage-waffengesetz-und-messer.php
kann der wesentliche Text nachgelesen werden.
Macheten und artverwandte Geräte sind im Sinne des WaffGs
Werkzeuge und fallen aufgrund ihrer Zweckbestimmung
damit nicht unter das Verbot des § 42a, Artikels § 1 Abs. 2 Nr. 2a
und 2b.
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Planung
Eine gute Gestaltungsanalyse und Zielplanung macht die
eigentliche Arbeit um einiges leichter.
Zunächst habe ich Grundrisszeichnungen mit dem PC erstellt,
den Istzustand analysiert und den Sollzustand eingefügt.
Die voraussichtlichen Arbeitsschritte sind gleich mit
notiert worden, ebenso das erforderliche Material, sowie alle
Hilfsmittel.
Was geht – was geht nicht
Bei aller Liebe zu einer englischen Parklandschaft, hier herrschen
andere Gesetze und demnach Prioritäten.
Der erste Winter in dieser Umgebung hat es demonstriert, es müssen
unbedingt freie Flächen rund ums Haus belassen bleiben um die
Schneemengen vom Dach abzulagern, auch sollte es bequem sein etwaige
Schneemassen aus der Einfahrt und des Eingangsbereichs abzulegen. Die
Schneemaschine muss ungehindert überall hin können. Dazu kann links
seitlich das Zaunelement abgenommen werden.
Im Sommer ist es ansprechend warm, und die Sonne äußerst stark.
so muss auch schon Vormittags ein schattiger Ruheplatz eingeplant
sein, aber auch sonnige Sitzstellen sind einzuplanen.
Für die Bepflanzung ist zu bedenken, dass nur solche Gewächse
geeignet sind, die sowohl der Trockenheit und Sonne der Sommers als
auch der Kälte und Schneelast trotzen.
Es konnte also losgehen.
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Der Vorgarten
Zustand (Herbst2007)
war zunächst nicht besonders aufwendig, In den vorhanden
Steintrögen, die nur versetzt wurden, wurde die hässlichen
Friedhofsgewächse raus genommen und die auch vorhandenen
dauerhaften Küchenkräuter zusammengefasst und einige neue
gekauft. die Tröge erhielten eine Mischung aus grobem Sand,
Boden vom Acker und viel Roh-Mulch, mit einer großen Zugabe von
Bio-Humus. Alle diese Materialien bekommt man hier in der
regionalen Kompostieranlage.
Das Wiesenteil vor dem Haus soll jedoch im nächtem Frühjahr
umgestaltet werden, Die Fläche liegt teilweise im Dauerschatten.
Auch ist das Mähen bei den vielen Winkeln mit Bordsteinkanten zu
mühsam.
Der Zaun (Foto unten) wurde erneuert, es ist nun etwas
transparenter. Auch der aggressive Ockerton ist verschwinden.
Naturbelassenes Holz ist der Gegend entsprechend geeigneter.
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Gestaltung Frühjahr 2008
Der Rasen wurde abgehoben, die Grasnarbe diente als im
hinteren Gartenbereich um Unebenheiten aufzufüllen. Der
Randbereich mit Stauden blieb erhalten. Auch die Kiesschüttung
entlang der Hauswand blieb unverändert.
Es wurde wie ein flaches Hügelbeet angelegt, wobei das
natürliche Gefälle berücksichtigt werden musste. Als Umfassung
sind alte Granitblöcke verwendet worden. Diese bekam ich
preisgünstig von einer Baustelle.
Die Trittflächen wurden 1-Spaten tief ausgehoben, mit
Grobsplitt zur Hälfte gefüllt, darauf kam eine Abdeckung aus
wasserdurchlässiger Vliesfolie. Der Endbelag ist Buntkies.
Gesamtansicht
mit Beschreibung Grundstück/Gebäude
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Bepflanzung:
Es sollen ausschließlich dauerhafte bzw. sich selbst
aussähende Pflanzen verwendet werden. Im Winter muß zudem
innerhalb der Schattenpartie Freiraum für Dachlawinen geschaffen
werden. Sträucher, die abknicken könnten, sind daher nicht
geeignet.
Die Gladiolen und Dahlien als Ausnahme sind dieses Jahr
einsetzt worden, sie wuchsen üppig und blühten bis lange in den
Herbst.
die nicht besetzten Pos. werden im Herbst gesetzt.
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Inzwischen ist der Vorgarten üppig angewachsen. Es blühlt
von der Schneeschmelze bis in den Spätherbst.
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Der Garten hinterm Haus
Plattenwege
Der Wiese auf der Rückseite ums Haus herum haben wir dann als
erstes angenommen, um auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes
überall hinzukommen, vor allem zur Werkstatt. Der Zugang zur
Werkstatt musste teils abgetragen, teils aufgefüllt werden, das
Schmelz- & Regen-Wasser lief in Richtung Haus. Mehrere Stufen
gleichen das Gelände schön aus. Ein großzügiger Sitzplatz
(rechts) wurde auch noch angelegt.
Wichtig ist dabei eine sichere Abstützung nach Süden, da der
Boden bei Nässe und Schnee nachgibt.
Rabatte
Der Boden entlang des Schuppens ( unter dem langen Balkon)
wurde wie beim Steingarten bearbeitet. Es kamen zunächst
verschiedenen Bodendecker und Blumenzwiebeln rein.
2 Tomatenpflänzchen gaben uns im Sommer überaus üppig
Früchte, das ermutigte uns 2 Weinreben zu setzten. Diese tragen
inzwischen reichlich - der Bayerwald hier 700 m ist also gar
nicht so wüst!
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Steingarten
Das verwahrloste Garten-Eck (links neben dem WC) weist starkes
Gefälle auf. es bietet sich als Steingarten oder dergleichen an.
Es bekam ein vollkommen neues Gesicht.
Nachdem ich 2 Spaten tief umgegraben hatte, dabei riesige
Steinbrocken heraus kamen, und der Unrat von Jahrzehnten auf der
Mülldeponie entsorgt war , kamen einige Säcke Sand, Humus,
Gartenerde, Mulch auf den Acker. Eine erste Aussaat mit Mangold,
Bohnen, Winterrettich und etwas Küchenkräuter brachten super
Erträge.
Im Herbst wurden dann Kletterrosen,
Parkrosen und Unterpflanzung aufgebracht. der unter Teil ist
bereits von Beginn an als naturnaher Steingarten ausgebaut
worden, auch da wuchert es inzwischen sehr schön.
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Wiese
Die gesamte Wiese ist
pflegetechnisch unterteilt: direkt ums Haus ist ein schmaler
Streifen mit Stauden etc, dann folgt ein Steinplattenweg, danach
abschüssig Wiese, die hin und wieder mal gemäht wird, falls
nicht gerade Wildblumen blühen.
Ansonsten ist der Garten als Wildwiese mit üppiger
Blumenpracht soweit wie möglich naturbelassen. Er wird 3-4 mal
geschnitten, das war's dann auch. Nur der kleine Bereich neben
dem Haus und ein Streifen bis zum Brunnen darf öfter dran
glauben.
Die Wiese fast das ganze Jahr mit bunter Blumenpracht eine
Augenweide, selbst seltene Pflanzen, die angeblich längst nahezu
ausgestorben sein sollen, konnten wir finden. Das, was
allenthalben als Unkraut verpönt gilt blüht und gedeiht hier
üppig. In den Rabatten, Pflanztrögen und Beeten werden alle
diese Pflänzchen wohl behütet weiter kultiviert.
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Üppige Blütenpracht
So können wir schon kurz nach der Schneeschmelze
Faden-Ehrenpreis [Veronika filiformis]., Punella vulgaris
bestaunen.
Die Walderdbeeren, bevölkern die Seitenränder. Massen von
Gänseblümchen sind auch recht vorwitzig, ebenso wilde Veilchen.
Sauerampfer und andere wilde Gewürzpflanzen sind überall zu
finden.
Auf den Steinbrocken und Baumresten sind letztes Jahr Ableger
von Wildrosen angepfanzt worden, sie überwuchern langsam sehr
schön die Unebenheiten.
Weitere niedrige Bodendecker werden im Spätherbst gesetzt.
Größere Beete mit Farnen und Hosta möchten wir noch ergänzen.
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Wald-Unkräuter
entsorgen
Bei Übernahme des Grundstücks standen 5 gewaltige Birken und
ein maroder riesenhafter Ahornbaum auf der Wiese. (Bild
Abt.Wiese). Es gab also wenig Licht, dafür viele Blätter im
Herbst und massig Ungeziefer. Nach einer Umfrage in der Gemeinde
und bei den Nachbarn wurde das Grundstück von den
"Wald-Unkräutern" - wie es hier heißt - befreit. Die
Nachbarschaft bot sich freiwillig an, uns kostenlos das gesamte
Holz zu entfernen.
Mit schwerem Gerät verwandelte sich die Wiese in eine
Wildnis. 3 Tage hatten 4 Mann zu tun. Hier lernte ich ein
Werkzeug kennen, daß später in ähnlicher Form auch mir gute
Dienste leistete. Die Hauer benutzten alle stabile Macheten, mit
denen die Äste in Windeseile abgeschlagen werden konnten.
Lediglich bei den ganz dicken Stämmen kam die Kettensäge zum
Einsatz.
Danach durfte sich die Wiese erholen, was ihr sichtlich leicht
war. das Heu im Herbst fiel sehr gut aus.
Das Mehr an Sonnenlicht wirkte sich im Herbst nicht nur
positiv auf den Beeten aus sondern war auch ein Bereicherung auf
dem Balkon. Zudem war die Fernsicht um einiges besser.
Die stehengebliebenen Baumstümfe und Wurzelreste, die
teilweise oberirdisch sind und somit viele tiefe Bodenmulden
bilden (Felsuntergrund), habe ich später mit starkwüchigen
Bodendeckern, und Heckenbepfanzung kaschiert.
Im darauffolgenden Herbst hben wir dann die verbleibenden
Obstbäume von einem Fachmann radikal beschneiden lassen.
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Vordergrund: erweiterte Brunnenpartie, rechts:
neues Staudenbeet, Hintergrund:Wein-&Kletterrosen an
Balkonwand
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Regenwasserentsorgung
Unterhalb des Plattenweg in Richtung Wiese habe ich zur
besseren Dränage der Wege und Hänge einen Graben gezogen, der
mit alten Betonsteinen der Garagenauffahrt in V-Form ausgelegt
ist. Ein in den Boden eingelassenes Regenwasser-Rohr vom Hauseck
zur Rinne entsorgt darin das Wasser vom Dach ohne die Wiese zu
matschig zu machen. Es mündet in eine Senke im mittleren
Wiesenteil. Dort können sich die andernorts ausgerotteten
Sumpfdotterblumen und Sumpfgräser austoben.
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Sitzplätze
Eine Bank links seitlich am Schuppen lädt zu Verweilen in der
Sonne ein. Diese ist jedoch oftmals derart kräftig, daß wir den
großen Sonnenschirm vom rechten Sitzplatz umstellen mußten,
dort ist jetzt ein Sonnensegel montiert mit einem kleinen
Spalier, an dem inzwischen Himbeeren ranken.
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Quellwasser
Mittig in der Wiese ist ein Naturbrunnen, der uns vom
Nachbargrundstück über eine Pipeline mit
Oberflächensickerwasser des nordseitig gelegenen Vorgebirges
unseres Hausbergs Rachel versorgt. Ein Kanalrohr füllt eine
Regentonne, die im Boden versenkt ist. Ein Betonring dient als
Abschluß. Der Überlauf wird ins dritte Grundstück geleitet.
Eine Saug-Rohrleitung unter der Grasnarbe geht zum Schuppen.
Dort steht eine Pumpe, mit der das Wasser überall hin gebracht
werden kann.
Die zusätzliche Handschwengelpumpe über dem Schachtring
dient zur Dekoration und als zusätzliche Wasserentnahme per
Hand.
Mit einem Rosenspalier und einer großzügen Beeteinfassung
ist das Brünnchen letztes Jahr erweitert worden.
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Obst
Die bereits vorhandenen Apfel-, Kirschen-, Birnbäume und 2
Stachelbeer-sträucher haben wir ergänzt mit Schwarzen und Roten
Johannesbeerbüschen. Auch eine Himbeerhecke vor dem Sitzplatz
ist angelegt.
Einige Schlehenbüsche dienen als Hecke. Der gesamte
Randbereich der Wiese ist voll mit wilden Walderdbeeren. Sie sind
zwar klein, schmecken aber prima.
Einem Pflaumenbaum und ein Holunderstrauch wird folgen.
Am Balkon-Spalier hat sich der Wein breitgemacht.
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Erdbeerbeet
Auch gibt es noch wie oben erwähnt einen Hang, der früher
als Kompost-Ablage genutzt wurde. Er ist nach unten durch eine
schönen Felsbrocken begrenzt. Nachdem die Brennnesseln und
Dornen ausgegraben waren - ein Arbeit für Sträflinge - kam
hervorragender Boden zu Tage. Das Beet ist nun mit
Garten-Erdbeeren bepflanzt, der Ertag ist überreich. Als
Sichtschutz ist die Brombeerhecke gesäubert worden und nun schön
an Spaliere gebunden. Aus den ehemaligen Birkenstümfen wachesen
kleine Büche, die Sicht- und Windschutz bieten.
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Kräuter
Da wir leidenschaftlich gute Küche bevorzugen, müssen immer
frische Kräuter greifbar sein. So ist es nicht verwunderlich,
daß im ganzen Garten an geeigneten Stellen duftende und
aromatische Pflanzen wachsen, oftmals als Bodendecker.
Bergbohnenkraut, Borretsch, Kerbel, Knobi, Lavendel,
Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Salbei, Schnittlauch,
Staudensellerie, Thymian, Waldmeister, Zwiebeln, Zitronenmelisse.
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Frühbeet
Oben auf dem Plateau habe ich ein großes Frühbeet gebaut,
3,60m x 160m x 40 cm. Es ist überwiegend aus Restmaterial
gebaut, daher sehr preisgünstig. Der Rahmen besteht aus dicken
rohen Brettern, die mit 12x12cm- starken Pfosten im Erdreich
befestigt sind. Diese rustikale Art paßt auch besser in die
Wildnis als ein Metall-Folien-Kasten. Der Boden ist mit
Drahtgeflecht gegen Maulwürfe und Mäuse gesichert. Im Sommer
kann mit Folien-Fenstern abgedeckt werden. Diese bestehen aus
alten Dachlatten und Querstreben vom Gartenzaun, Dies ist
hauptsächlich gemacht, um ein Durchhängen der Folie bei Regen
und Schnee zu verhindern.
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Vermehrung, Anzucht, Salat
Um den Garten möglichst schnell mit Bodendeckern, neuen
Stauden bestücken zu können, brauchten wir viele junge
Pflanzen. Die wurden preisgünstig selber im Frühbeet
aufgezogen.
Eine Hälfte ist als Aufzuchtstation
voll mit Minipflänzchen bestückt, der anderen Teil dient als
Salatabteil.
Zusätzlich ist dieses Jahr ein kleines Anzucht-Gewächshaus
auf dem Balkon etabliert.
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Gemüse
Im Frühbeet gedeiht zwar schon vieles –
Salate aller Art haben wir darin rund ums Jahr ausreichend, Für
Gemüse ist es doch zu klein und zu niedrig. Tomaten, Gurken,
Kürbis, Zuchini, Paprika, Knoblauch, Staudensellerie wachsen
überall zwischen den Blumen und Stauden. Versuche mit Kohl sind
recht gut geworden und werden inzwischen regelmäßig
angepflanzt. Aber dazu mußte ein richtiges Gemüsebeet her.
Dies haben wir 2010 realisiert. Nun
gedeihen auch ausgefallenen und Gemüse das im hiesigen
Supermarkt nicht zu finden ist: Pastinaken , Blau-Kohlrabi,
Bamberger Hörnchen, Topnambur,
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auch die seitliche Wiese bekam eine Steineinfassung, unter dem
Balkon wurde ein Kiesbeet angelegt mit Putten und Modellbauten
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die wilde Wiese ist nun etwas kultivierter, links
Staudenbeet, rechts Brunnen, vor der Tanne ein Gemüsebeet, im
Hintergrund überwachsene Baumstümpfe.
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Tiere
Ein reiches Tierleben ist natürlich auch vorhanden. Außer
den vielen Vögeln und bunten Schmetterlingen.- hier gibt es noch
fast alle heimischen Arten. - bevölkern einige Familien von
Kröten diverse Schlupflöcher. Blindschleichen in uns bisher
ungeahnten Mengen wandern im Gras und unter den Pflanzen umher.
An warmen Tagen stoßen wir ständig auf Mauereidechsen. Auch
Schlangen können wir hier beobachten. Im Winter finden wir
Schneespuren von Hasen, Wildkaninchen und sogar Rehen. Ebenso
Mardern und Hermelinen. Leider sind diese sehr scheu, sie
schalten zwar die über Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung
an, lassen sich aber nicht blicken.
Letzten Herbst hat sich eine Fledermaus in unserem Schuppen
eingenistet. Die haben wir aber schnell freigesetzt. Sie wäre
hier nicht durchgekommen. Igel sind aber gern gesehen, die helfen
uns die unzähligen Schnecken zu bekämpfen.
Wenn es allerdings eine wirksame langfristige Lösung gegen
Maulwürfe und Wühlmäuse gäbe, die wäre nützlich.
Aber wohl weniger optimal ist die Schneckenpopulation. Da ist
regelmäßiges absammeln nach Regen angesagt.
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Fortsetzung
folgt
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Autor: Karlhanns Spiegel ~
August.2010
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