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Geräte, die mein Hobby erst möglichen.


Optische Grundlagen

analog

digital

Optik

Makro

Tele

Bildbearbeitung

Druck

zu den Fotos






Analog

Ich verwende hierzu ein Spiegelreflex-Gehäuse Minolta Dynax 700si

(Minolta wurde danach Konika und anschließend Sony)

Außerdem habe ich noch zwei historische Schätzchen: a.) ExaktaVarex IIa, das für spezielle Aufnahmen herhalten muß, weil es absolut von Hand bedient werden will und b.) eine Exa der gleichen Firma.

Als Diafilm verwende ich meist 200-400 ASA, bei Negativ greife ich manchmal auch zu 800 bzw.1600 ASA - vor allem  wenn etwas trüber ist -und  speziell bei Tele-Aufnahmen mit dem Rohr. Extrembrennweiten schlucken viel Licht.

Die für gut befundenen Fotos werden zusätzlich auf Photo-CD digitalisiert.





















Digital

Zuerst hatte ich eine Minolta D7 - das Gerät war wunderschön und machte super Fotos. Leider ist durch einen Sturz unbrauchbar geworden.

Seit Mitte 2008 habe ich eine Sony Modell A-200. Damit stehen alle vorhanden Objektive und das gesamte Minolta- sowie Novoflex-Zubehör auch zur Verfügung.

Als Tele-Erweiterung benutze ich die Objektive der analogen SR. Damit erreiche ich rechnerisch 450mm, oder die Novoflex-Ausrüstung, die dann an 1800mm effektiven Telebereich reicht.

Um den manchmal etwas lästigen Farbsaum bei Supertele zu reduzieren, nehme ich bei starker Sonne eine leichte Weiß-Korrektur vor.

Die Flash-Card (4 GB) wird über PCMCIA ins Notebook eingelesen und per WLan zum PC übertragen.












Optik

Wenig aber gutes: mit 3 Zoom-Objektiven und dem Tele-Rohr sowie Makrosystem ist alles abzudecken

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  • Minolta Zoom AF 28-80mm 1:4,5 55mm (Basis für analog)

  • Sony Zoom AF 18-70mm 1:3,5 55mm (Basis für digital - KIT)

  • Minolta Zoom AF 100-300mm 1:4,5 55mm (mein liebstes Objektiv für analog u. digital)

  • Novoflex Tele 600mm

  • Novoflex 2x-Konverter

  • Novoflex Makrokopf 105mm

  • ein Linsensatz 1-8 Dioptrie 55mm

  • UV-Filter, Pol-Filter, Gittereffektfilter

  • Gegenlichtblenden

  • Adapter für Novoflex Makro-Balgen

  • Minolta Blitz und Novoflex Makroblitz

  • Schneider Westanar 50mm 1:2,8 Springblende für ExaktaVarex (superscharfe u. farbechte Abbildung)

  • Mayer Helioplan 40mm 1:4,5 für ExaktaVarex und Exa II

  • Carl Zeiss Tessar 180mm 1:6,3 für ExaktaVarex

  • Satz Zwischenringe

  • Lichtschachtsucher

  • Adapter für Novoflex-Makro-Balgen
















einige Test-Fotos



Vergleichtest F=80mm

Makro-Bereich

Bei Makros, die schnell  mal so unterwegs geschossen werden, wird falls der Standardbereich des Objektivs nicht ausreicht, ein entsprechender Linsensatz 2-8 Dioptrien vorgesetzt. Der AF-Modus kann weitgehend eingeschaltet bleiben. Die Fokussierung dabei kann allerdings im Nah-Bereich (Linse +4D / Objektabstand = unter 25cm) schwierig werden.

Sonst ist der Makro-Schlitten mit Balgengerät und der Novoflex-MakroObjektivkopf wesentlich besser. Die Feinjustierung mit Großen Rändelschrauben und Zahnstangengetriebe ist exakt und leicht zu bewerkstelligen.












Test-Fotos Makro

Tele-Bereich

Das Ofenrohr

Für Fernaufnahmen habe ich das Novoflex-Tele-System mit Schnellschuß-Pistolengriff. Der Objektivkopf hat 600mm Brennweite, mit dem 2x-Konverter errechnet sich maximal 1200mm (bei Digital entspricht das einem Abbildungsmaßstab von etwa 1800mm des KB-Formats)

Wegen der extremen Verwacklungsgefahr geht natürlich nichts ohne eines festen Stativs, eines Bruststativs, oder zumindest eines Einbeinstativs, das zugleich auch als Wanderstock genutzt werden kann.

Die Fokussierung ist mit dem Pistolengriff recht einfach, ein leichter Zug am Hebel verringert den Auszug (Ferneinstellung), eine Feder gibt wieder mehr Auszug frei (Nahbereich). Das Gerät kann auch im halbnahen Bereich genutzt werden, dazu ist ein Balgen zwichengeschaltet. Die maximal gewünschte Auszugslänge kann dann bequem vorjustiert werden. So sind Großaufnahmen von kleinen Dingen in sehr großer Entfernung damit bequem zu machen. (Beispiel fliegende Insekten oder Vögel im Abstand von 5 -25 Meter)

Ein zweiter Griff mit eingebautem Auslöser (Eigenbau) ist sehr nützlich, beide Hände am „Gewehr“ bieten ausgesprochen sicheren Halt.

Die Schärfentiefe ist bei allen Telebereichen dieser Größenordnung allerdings sehr gering, Die Schärfentiefe ist maßgeblich vom Abbildungsmaßstab abhängig. Abblenden ist die einzig mögliche Lösung: pro Blendenstufe erhöht sich der Bereich etwa um Faktor 2.

Wer selber ausrechnen will: hier die Berechnungsformel





Belichtung

Die Lichtmessung und automatische Verschlußzeit-Einstellung der analogen Minolta funktioniert einwandfrei.

Bei der digitalen Sony A200 kann die Verschlußsperre nur im Modus „M“ deaktiviert werden. Somit muß auch die Verschlußzeit manuell gestellt werden. Die im Sucher angezeigte Belichtungskorrektur-Skala dient dabei als Richtwert. Änderung der Verschlußzeit ist über das Einstellrad möglich, das ist allerdings bei bewegten Motiven etwas knifflig zumal das ganze Gerät ja auch ziemlich gewichtig ist. Ich mache daher generell Bildreihen mit Blendenvariation. Es ist auch möglich die Objektivblende zu variieren, und anstelle 5,6 (offen) mit 8 oder 11 zu arbeiten. Dies kommt wie oben beschrieben auch der Schärfentiefe zu Gute. Das Sucherbild wird allerdings dunkler.

Andererseits können ja die ISO-Werte bei Digitalkameras netterweise kurzfristig etwas erhöht werden, sodaß immer die optimale Verschlußzeiten von mindestens 1/500s erreicht werden kann. Die Bewegungs-Unschärfe, die Luftturbulen und die eigene Verwacklung ist nicht außer Acht zu lassen. Selbst vermeintlich ruhig sitzende Insekten bewegen sich bei der Entfernung stark.

Ein Farbabgleich oder Weißkorrektur ist bei normalem Licht mit sauberer Luft nicht notwendig. Bei Dunst oder Großstadt-Smok kann ein Abgleich allerdings sinnvoll sein.

Auch sollte bei größeren Objekt-Entfernungen die Luftperspektive, beachtet werden. Sie macht sich ab F=400mm bereits als Farb-, Kontrast- und Sättigungs-mindernd bemerkbar. Bei analogen Aufnahmen habe ich meist kontraststarke Filme bevorzugt, bei digitalen Aufnahmen kann mit einer leichten Unterbelichtung und nachträglicher Korrektur (Bildbearbeitung) das optisch korrekte Phänomen korrigiert werden.

Resüme

In diversen Foren werden diese Pistolen-Geräte nicht gerade positiv betrachtet. Egal, ich bin damit zufrieden. Ich habe die Gerätschaft nun seit etwa 15 Jahren. Ok – alles muß per Hand eingestellt werden, aber das kann man ja, wenn man seit Beginn der Fotografie dabei war und erst über ausreichend Grundlagen über Optik, Licht, Blende, Tiefenschärfe, Bewegung gelernt hat. Naturfotografie speziell mit Supertele und Makro ist ohnehin nicht unbdingt ein Gebiet für Ritschratsch-Klicky-Knipsen. Daß die Novoflex-Geräte nebenbei mit allen historischen und neuen Bodies kombiniert werden können, ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein weiterer Erfahrungsbericht


























Test-Fotos Tele

Bild-Bearbeitung

Die Aufnahmen werden mit maximaler Auflösung erstellt. Das 4G Speichermedium kann je nach Einstellung 250 RAWs bzw 969 JPGs) speichern.

Die Bilder der Digital-Kamera werden wahlweise in RAW, das per Script auf dem PC in TIFF-Format gewandelt wird, oder als JPEG abgespeichert. Erstere sind recht groß. Nur die sehr guten wichtigen Bilder archiviere ich in diesem Format.

Die Fotos, die lediglich in Albumgröße 10x15 cm oder die Computer-Slideshow dienen sollen, werden gleich entweder in JPG umgewandelt - ein entsprechendes Script tut das recht schnell - oder ich verwende das Kamera-Jpeg als Speicherformat. Dabei werden auch alle Exif-Werte mitgegeben. Mit der Variablen $titel werden die einzelnen Bildern entsprechend umbenannt und neu durchnummeriert.

#!/bin/sh
$dir = /data/dokumente/fotos/NEU # Anpassen
$titel = $test
#
cd $dir
mkdir -v sort
convert -scale 2400x1600 *.jpg sort/$titel-%03d.png
# es können natürlich alle gewünschten Parameter eingegeben werden.
# anschliessend das Verzeichnisse <sort> richtig plazieren und umbenennen



Mit GIMP (Linux) wird zunächst nur der Motiv-Ausschnitt beschnitten und falls nötig die Bildlage korrigiert. Die Basis-Auflösung ist auf 200x200 dpi eingestellt. Die Archivierung erfolgt dann in verlustfreien GIMP-eigen Format oder TIFF bzw. PNG. Erst bei der endgültigen Nacharbeit wird je nach Bedarf die Schärfung und eine sehr geringe Farbkorrektur gemacht. Teleaufnahmen müssen in der Regel etwas mehr Kontrast und eine leichte Sättigungskorrektur erhalten. (Luftperspektive - siehe oben).

Um schnell und bequem die Fotos im Browser anzeigen zu können, setze ich das Tool Album ein, das alle Bilder zusätzlich zum Original einheitlich in jpg wandelt und sowohl auf Monitorgröße als auch als Tumbnails skaliert abspeichert, automatisch ein Gesamt-Index sowie jedem Ordner ein Inhaltsindex generiert.

Diashows am Bildschirm können über verschiedene System-Werkzeuge aus diesen Ordnern zusammengestellt werden, ebenso sind Web-Ansichten möglich.









Drucker / Prints

Als Drucker dient ein einfacher Tintenstrahl-Drucker Modell Epson-Stylus-740, den ich mit GIMP-Print ansteuere. Als Druckmedium eignet sich das Origial-Photopapier 5760dpi sehr gut.

Gute Abzüge lassen sich inzwischen preiswerter über Labors herstellen. Dazu wird eine Zip_Datei mit JPEG-Bildern genutzt.

Bei großformatigen Abzügen und Posters sind die Labors ohnehin notwendig.

Die CDs, die von Labors preiswert als Beigabe angeboten werden, sind allerdings nur bedingt für Großformat geeignet, da sie in zu geringer Auflösung erstellt sind. Wenn Poster von Dias oder Negativmaterial gewünscht sind, so sollte dies direkt vom Filmmatial aus geschehen, eine Korrekturmöglichkeit hat man als Kunde dann allerdings nicht. Die Zeiten sind leider vorbei.









Zum Nachdenken

Eines sollte hiere nicht fehlen: die Fotografie ist für mich ein Hobby, sie soll Spaß machen. Sie soll nicht in Arbeit oder überragende Professionalität ausarten. Daher kommen auch Bilder in die Sammlung, die nicht unbedingt für Hochglanz-Großformat-Broschüren anerkannt werden. Penible Lupensucherei nach Restunschärfe und Korn in übermäßiger Vergrößerung ist sicher interessant, aber wenig genußvoll. Man kann jedes Foto mit modernen Mitteln in noch weiteren Vergrößerung verunstalten. Atmosphäre wird dabei aber zu kurz kommen.


Stand Okt.2008



Autor: Karlhanns Spiegel ~ 2008