Ein kleine persönliche Historie, warum ich gerne

DE BELLIS MAGISTORUM MILITIUM

(kurz DBMM) spiele.

Nach einigen Jahren Fantasy - Table Top Spiel mit Warhammer (ab 2. Ed.), Leviathan, Chronopia, Warmaster, Confrontation und anderen Versuchen habe ich ca. 2001 mit De Bellis Multitudines (kurz DBM) endlich ein taktisch langfristig ansprechendes Spiel gefunden.

Wenn man die Fantasy - Table Top Spiele kennt und etwas weiterführendes sucht, dann stolpert man irgendwann über die historische Table Top Szene. Zwei Regelwerke haben mich damals positiv beeindruckt: zum ersten Piquet und zum zweiten DBM. Da Oliver Kormann und Bodo Köhl auf dem Spieletreff AURYN 2001 ein DBM Demo gezeigt haben, hatte ich gleich Kontakt und konnte mich von der Qualität des Spieles überzeugen. Zugegeben: der erste Eindruck war etwas konfus. DBM ist ein Spiel was man unbedingt einmal mitspielen muss, um Verlauf und Geist des Spieles mitzubekommen. Nur vom Lesen der Regeln wird der Spielfluss einfach nicht klar.

DBM war bis 2007 das meistverbreitete Spielsystem für historische Tabletop zu Antike und Mittelalter. Danach tat sich dann leider ein Schisma auf, da zwei sehr gute Nachfolgesysteme auf den Markt kamen. Field of Glory (kurz FoG) und De Bellis Magistorum Militium (kurz DBMM). Auch aus Italien kam mit Impetus ein neuer Ansatz. Nach einer Zeit der Unsicherheit und vielen Testspielen habe ich mich dann entschieden, DBMM weiter zu spielen.

Nun haben ja die anderen Spiele auch das eine oder andere interessante taktische Element und deshalb will ich auf diesen Seiten aufzeigen, warum mir DBMM besser gefällt im Gegensatz zu anderen Spielen. Das soll nicht heißen, dass ich nicht ab und zu mal ein Spielchen DBA oder BloodBowl oder etwas anderes spiele. Vielmehr will ich Table Top Spielern die DBMM noch nicht kennen das Spiel mal näherbringen, weil es meiner Meinung nach in Deutschland viel zu wenig bekannt ist.

Was stört mich an den meisten anderen Table Top spielen?

Was suche ich?
Kurz gesagt: Ein spannendes Spiel mit plausiblen Ergebnissen! Es gibt für einzelne bekannte Schlachten hervorragende Simulationen. Aber ein generisches, taktisch anspruchsvolles Kriegsspiel fehlte mir bislang. Da ich ein Faible für Miniaturen habe ziehe ich Miniaturenspiele den etwas nüchteren Pappcountern oder Computerspielen vor. Zwei wesentliche Bedingungen stelle ich an ein solches Spiel: es muss wirklich viele taktische Varianten und Einfälle erlauben und fördern; Und es muss trotz aller Vereinfachungen für ein Spiel glaubhafte Ereignisse auf dem Schlachtfeld generieren. Dieser zweite Punkt ist mir besonders wichtig, da einige meiner Freunde sehr empfindlich auf schlechte Würfelwürfe reagieren. Das Spielsystem muss also soweit robust gegen den Einfluß des Zufalls sein, dass keine völlig unplausiblen Ergebnisse auftreten.

Was bietet DBMM?
DBMM leistet da schon sehr viel.

DBMM hat ein paar Schwachstellen bei der Auflösung geometrische Unsauberheiten, die durch die gewählte Größe der Einheiten (hier Elemente) gegeben werden. Aber im Vergleich zum Vorgänger DBM ist das Spiel an dieser Stelle viel besser geworden. So schafft es DBMM ein sehr spannendes Spielgefühl aus Sicht eines Generals zu erzeugen und die Dynamik einer Schlacht spannend und gut darzustellen. Da es in Deutschland, wie in Italien, Frankreich, Holland und natürlich England (dem Heimatland des Spiels) eine aktive Szene mit Veranstaltungen und Turnieren gibt stauben die Figuren auch nicht ein.

Na ja. Mir gefällt das Spiel also sehr gut. Für diejenigen, die es interessiert habe ich ein paar Seiten zusammengestellt. Lest Euch das einfach mal durch und schreibt mir ne Email, wie ihr die Seiten so findet. Natürlich auch, wenn ihr DBMM spielen wollt. Für Leute aus dem Raum Ludwigsburg/Stuttgart organisiere ich gerne mal ein Demospiel zum kennenlernen. Wer woanders wohnt, der findet vielleicht auf der Terminseite eine Veranstaltung in seiner Nähe.
Generell lernt man DBMM am besten durch mehrfaches mitspielen. Das Regelwerk ist eher als Nachschlagewerk geeignet denn als Anleitung zum lesen und losspielen.

letzte Änderung: 15. Dez 2009